Hinten: Kerstin Höing, Annika Paus, Steffi Fenneken, Manuela Doktor, Alice Scheja, Marie Zeegers und Physiotherapeutin Steffi Gerigk.
Vorne: Daniela Rink, Julia Potthoff, Denise Schauenburg, Sabrina Schmitz, Maike Kern und Carmen Feldmann.
N - 17:27 | TV Beyeröhde 1893 | N - 25:30 |
N - 18:38 | Roude L. Bascharage | S - 29:27 |
N - 19:20 | DJK/MJC Trier 2 | N - 21:29 |
N - 24:29 | SG 09 Kirchhof | N - 0:2 Pkt.* |
N - 16:28 | HSG Kleenheim | U - 29:29 |
S - 29:22 | ETuS Wedau | N - 20:27 |
N - 24:28 | TB Wülfrath | S - 30:26 |
S - 24:18 | TSG Obereschbach | N - 26:30 |
N - 26:31 | 1. FC Köln | N - 29:32 |
N - 26:28 | Solingen-Gräfrath | N - 12:24 |
N - 28:33 | Thüringer HC 2 | N - 28:34 |
S - 30:27 | SV Germania Fritzlar | N - 19:24 |
N - 22:33 | PSV Recklinghausen | N - 25:31 |
Fettdruck: Heimspiele
* nach Spielabsage Wertung für Kirchhof (2:0 Punkte, 0:0 Tore)
1. Runde, So. 05.09.2010
TV Lobberich - TV Aldenrade 23:29 (10:15)
2. Runde, Di. 28.09.2010
HSV Solingen-Gräfrath - TV Aldenrade 33:23 (19:10)
| Name | Spiele | Tore | Schnitt |
1. | Maike Kern | 24 | 138/29 | 5,8 |
2. | Carmen Feldmann | 24 | 113/9 | 4,7 |
3. | Kerstin Höing | 24 | 86/42 | 3,6 |
4. | Denise Schauenburg | 24 | 70/1 | 2,9 |
5. | Daniela Rink | 24 | 49 | 2,0 |
6. | Annika Paus | 22 | 42 | 1,9 |
7. | Alice Scheja | 19 | 40 | 2,1 |
8. | Julia Potthoff | 13 | 25 | 1,9 |
9. | Marie Zeegers | 11 | 7 | 0,6 |
10. | Karin Rauschtenberger | 1 | 1 | 1,0 |
11. | Carina Hering | 3 | 0 | 0,0 |
12. | Sarah Stratmann | 2 | 0 | 0,0 |
13. | Manuela Doktor (TW) | 24 | 0 | 0,0 |
14. | Steffi Fenneken (TW) | 10 | 0 | 0,0 |
|
|
|
|
|
|
|
| 571/81 |
|
TV Aldenrade – PSV Recklinghausen 25:31 (12:14)
SIEBEN TORE UNTERSCHIED
Ob es am Ende noch eine Rolle spielte? Eine kleine dann aber doch. Wie die "anderen Duisburger" spielten, war in der 3. Handball-Liga der Frauen noch einmal interessant, auch wenn der Abstieg von Wedau und Aldenrade feststand. Am Ende verbuchten beide 11:41 Punkte; Walsum wurde mit sieben Toren Vorsprung vor Wedau Drittletzter.
Kurz nach der Pause konnte Aldenrade noch einmal auf eine kleine Überraschung zum Saisonausklang hoffen. Denn in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit drehte der TVA einen 12:14-Rückstand in eine 15:14-Führung, danach jedoch ging es dahin. „Wir haben auch nicht ganz so diszipliniert gespielt wie in den beiden Partien zuvor“, sagte Interimstrainer Werner Liebert. Individuelle Fehler und eine schlechte Chancenauswertung halfen der PSV Recklinghausen auf dem Weg zum Sieg, der schließlich Platz drei brachte.
Im Rahmen des letzten Saisonspiels wurden auch Maike Kern, die zum Drittliga-Aufsteiger SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim wechselt, und Carmen Feldmann, die Sportliche Leiterin in Wedau wird, verabschiedet.
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (6), Schauenburg (3), Höing (3/2), Paus (3), A. Scheja (3), Kern (7), S. Stratmann und Rink.
Germania Fritzlar - TV Aldenrade 24:19 (8:9)
Beinahe hätten die bereits als Absteiger feststehenden Handballerinnen des TV Aldenrade in ihrem letzten Auswärtsspiel in der 3. Liga West noch eine Überraschung gelandet. Doch bei nachlassenden Kräften musste sich die leidenschaftlich kämpfende, personell aber weiter auf dem Zahnfleisch gehende Mannschaft von Interimstrainer Werner Liebert am Ende 19:24 (9:8) dem SV Germania Fritzlar geschlagen geben.
Lange Zeit in Schlagdistanz
Bis zur 40. Minute lagen die Gäste stets in Front, erst dann gelang den noch um den Klassenerhalt kämpfenden Gästen der Ausgleich zum 13:13. Dann vergaben die Walsumerinnen zwei klare Chancen, die Fritzlar mit Gegenstößen bestrafte. Hinzu kam eine strittige Zeitstrafe. "Davon haben sie dann etwas profitiert", berichtete Liebert.
Bis über die 50. Minute hinaus blieben die Gäste in Schlagdistanz, erst dann gelang es Fritzlar sich vorentscheidend abzusetzen. "Sie konnten da personell deutlich mehr nachlegen, hatten da ganz klar ihre Vorteile gegenüber unseres Mini-Kaders. Wir haben aber gut dagegen gehalten und sie trotzdem ganz schön ins Schwitzen gebracht", resümierte Liebert.
Dennoch war der Interimstrainer mit dem Auftritt seiner Farben nach dem Schlusspfiff hochzufrieden. Den Grundstein für die feine Vorstellung legte der TVA mit einer bärenstarken Abwehrleistung, dahinter zeigte Torfrau Manuela Doktor einmal mehr ihre ganze Klasse.
"Das war ein richtig gutes Auswärtsspiel, sehr gut gespielt und noch besser gedeckt. Deswegen hätten wir nach dieser starken Leistung einen Punkt vielleicht auch verdient gehabt, aber so ist das eben im Handball", lautete das Fazit Lieberts.
Am kommenden Wochenende endet die Spielzeit für den TVA mit einem Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen, dann stehen einige Verabschiedungen und eine Saisonabschlussfeier an.
TVA: Doktor; Höing (7/3), Feldmann (4), Rink (2), Paus (2), Schauenburg (2), A. Scheja (1), Kern (1), Hering.
Trotz des feststehenden Abstiegs in die Oberliga laufen die Personalplanungen bei den Handballerinnen des TV Aldenrade nicht nur auf Hochtouren – sondern auch äußerst erfolgreich. Wie Frauenwart Martin Schulz mitteilte, wird die ehemalige Bundesliga-Torhüterin Manuela Doktor dem Verein mindestens eine weitere Spielzeit erhalten bleiben.
Ihren Verbleib hatte Doktor an eine einzige Bedingung geknüpft: Sie wollte keine weitere Spielzeit hinter sich bringen, in der sie im Gros der Spiele allein zwischen den Pfosten verantwortlich ist.
Zwar freute sich der Verein, dass Steffi Fenneken ihre Schuhe wieder vom Nagel nahm, doch fehlte sie speziell bei Auswärtsspielen häufiger. Sie verabschiedet sich nun ebenso wie Britta Maaser aus der Reserve endgültig in den Ruhestand. Nicht nur deshalb ist Schulz froh, sich mit Nadine Poess und Katja Knorr zwei neue Torhüterinnen geangelt zu haben. Sowohl der 29-jährigen Poess als auch der 19-jährigen Knorr wird reichlich Potenzial bescheinigt.
Erstgenannte wechselt vom Lokalrivalen MTV Rheinwacht Dinslaken nach Walsum. Knorr hingegen war für den RSV Mülheim in der Parallelgruppe des MTV in der Verbandsliga aktiv. Sie stand bereits vor der aktuellen Saison auf dem Wunschzettel des TVA, musste aber wegen ihres Studiums und eines damit verbundenen Praktikums passen.
TV Aldenrade - Thüringer HC II 28:34 (14:17)
Trotz einer guten Vorstellung mussten sich die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West sich in ihrem Heimspiel gegen den Thüringer HC II 28:34 (14:17) geschlagen geben. "Das war eine sehr engagierte Leistung der Mädels", lobte Interimstrainer Werner Liebert.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Die Gastgeberinnen glichen zunächst zum 18:18 aus, legten dann sogar zum 22:21 vor. Als alles nach einer Überraschung roch, kassierten die Walsumerinnen in kurzem Abstand drei Zeitstrafen. Die Überzahl nutzten die Gäste, um sich vorentscheidend auf 28:23 abzusetzen. "Davon konnten wir uns nicht mehr erholen", erklärte Liebert.
Triebfedern des Erfolges der Thüringer waren die pfeilschnelle und trickreiche Flügelflitzerin Michelle Friedrich mit zehn Treffern sowie Rückraumspielerin Shenia Minevskaja. Die 50-fache deutsche Jugendnationalspielerin ließ ihre komplette Klasse aufblitzen, war von der Walsumer Abwehr nur in den seltensten Fällen zu stellen, "netzte" insgesamt zwölf Mal ein – und machte auch sonst reichlich "Alarm".
In der 59. Minute sah sie allerdings nach einem Foul an Carina Hering die Rote Karte, als sie diese unglücklich im Gesicht traf. Diese hatte eine Zeigerumdrehung zuvor nach ihrer dritten Zeitstrafe auch Carmen Feldmann gesehen.
TVA: Doktor; Kern (9/2), Höing (5/2), Feldmann (5), Paus (3), A. Scheja (3), Schauenburg (2), Rink (1), Leinichen (n.e.), Hering.
HSV Solingen-Gräfrath - TV Aldenrade 24:12 (12:7)
Bis zur 27. Minute schafften es die Handballerinnen des TV Aldenrade ihre Partie beim HSV Solingen-Gräfrath offen zu gestalten, lagen nur 7:9 hinten. Dann machte sich bei den Gästen mehr und mehr der Kräfteverschleiß angesichts des dünnen Kaders bemerkbar – und der Tabellen-Zweite machte ernst, erzielte vor und nach dem Seitenwechsel jeweils drei Treffer in Folge. "Damit war das Spiel für uns gelaufen", berichtete Bea Stratmann, die erstmals auf der Bank der "Ersten" im Einsatz war, nach dem Schlusspfiff der 12:24 (7:12)-Niederlage.
Mit der Abwehrleistung war die Übungsleiterin indes über die gesamte Spielzeit zufrieden – nur der Angriff entpuppte sich vor allem im zweiten Abschnitt allenfalls als "laues Lüftchen". Fünf Siebenmeter sind bereits ein eindeutiges Indiz für eine schwache Chancenverwertung – die mit nachlassender Kraft auch aus dem Spiel heraus gegen die groß gewachsene Hintermannschaft der Klingenstädterinnen immer schlechter wurde.
Huckenbeck nicht zu stoppen
Mit zunehmender Spieldauer stellte Leonie Huckenbeck die Gäste-Abwehr vor unlösbare Aufgaben. Die quirlige Spielmacherin, die vom Erstligisten TSV Bayer Leverkusen per Zweitspielrecht an den HSV ausgeliehen ist, stellte immer wieder ihren Spielwitz zur Schau, setzte ihre Nebenleute glänzend in Szene – und erzielte beinahe im Vorbeigehen fünf Treffer. "Es ist schon eine Augenweide, wie sie spielt", musste TVA-Frauenwart Martin Schulz neidlos anerkennen.
TVA: Doktor; Kern (5/1), Feldmann (2), Höing (2), Rink (1), A. Scheja (1), Schauenburg (1), Paus, Kugler und Rath (n.e.).
Roude Leiw Bascharage - TV Aldenrade 38:18 (20:9)
Interimstrainer Werner Liebert brachte es nach dem Schlusspfiff kurz und trocken auf den Punkt: "Wir hatten nicht den Hauch einer Chance", befand der Übungsleiter nach der heftigen 18:38 (9:20)-Packung seiner Handballerinnen des TV Aldenrade bei Spitzenreiter Roude Leiw Bascharage in der 3. Liga West.
Zwar gelang es den Gästen mit 1:0 in Führung zu gehen, danach spielte aber nur noch die luxemburger Vertretung. Spätestens beim 1:9 war die Partie entschieden, mit teils haarsträubenden Fehlern lud der TVA die Gastgeberinnen immer wieder zu Kontern ein. "Sie waren richtig ,heiß', wollten unbedingt Revanche nehmen für die Schlappe im Hinspiel. Und wir sind nie richtig ins Spiel gekommen", bilanzierte Liebert, dem verletzungsbedingt nur acht Spielerinnen zur Verfügung standen.
Zwar mühten sich die Walsumerinnen nach Kräften, doch insbesondere die ehemalige Bundesliga-Torschützenkönigin und russische Auswahlspielerin Oxana Pal war zu keinem Zeitpunkt in ihrem Tatendrang zu bremsen. Auch die Ungarin Andrea Janics und die Polin Marta Goraj trafen nach Belieben. Als in der 40. Minute auch noch "Leihgabe" Sarah Stratmann nach ihrer dritten Zeitstrafe "Rot" sah wurde die Luft richtig dünn, aber wenigstens gelang es die Partie vollzählig zu Ende zu bringen.
TVA: Doktor; Schauenburg (3), Feldmann (2/2), Höing (2), Kern (6/2), Rink (4). A. Scheja (1) und S. Stratmann.
TV Aldenrade - 1. FC Köln 29:32 (15:12)
Eine starke Leistung lieferten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West im Heimspiel gegen den 1. FC Köln ab. Die nach wie vor stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Interimstrainer Werner Liebert verkaufte sich teuer, unterlag vor 100 Zuschauern denkbar knapp mit 29:32 (15:12).
"Im ersten Abschnitt haben wir sehr diszipliniert gespielt und deswegen auch verdient geführt. In der zweiten Halbzeit haben sich bei nachlassenden Kräften allerdings einige technische Fehler und Unkonzentriertheiten eingeschlichen", resümierte "Muff" Liebert nach dem Schlusspfiff.
So gelang den Domstädtern beim 18:18 (37.) der Ausgleich, nur noch bis zum 22:22 (42.) schafften es die Gastgeberinnen die Partie offen zu gestalten. Danach mussten sie dem Tempo des kampfbetonten Spiels gegen einen robusten Gegner Tribut zollen, liefen konstant einem Rückstand hinterher – ohne sich jedoch aufzugeben. Ein Extralob des neuen Übungsleiters kassierte Karin Rauschtenberger aus der Reserve, die in der "Ersten" aushalf und einen guten Eindruck hinterließ.
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (4), Schauenburg (7), Höing (3/3), Paus (1), Rink (5), Kern (8), Zeegers, A. Scheja (n.e.), Rauschtenberger (1).
Die Walsumer stellen ihren Trainer, der ohnehin zum Saisonende gehen sollte, mit soforiger Wirkung aufgrund von „vereinsschädigenden Aussagen“ frei.
Von beiden Seiten schien das Tischtuch schon seit einiger Zeit zerschnitten gewesen zu sein. Daher ist es keine große Überraschung mehr: Der TV Aldenrade gibt die sofortige Trennung von Trainer Jörg Freund als Trainer der Frauenmannschaft bekannt, die derzeit noch in der 3. Liga spielt.
„Bislang hat sich der Vorstand zu den öffentlichen Darstellungen des Trainers bewusst nicht geäußert, da dies unserer Auffassung nach kein probates Stilmittel für eine Zusammenarbeit zwischen Verein und Trainer ist. Die neuerlich getätigten Aussagen sind jedoch vereinsschädigend und sachlich unkorrekt“, erklärte TVA-Handball-Chef Thomas Gunkel in einer Mitteilung. Freund hatte die mangelnde Unterstützung für sein Team seitens des Vereins und die Organisation der Fahrt nach Ober-Eschbach, wo man erst 55 Minuten vor Spielbeginn eintraf, als nicht drittliga-würdig beschrieben.
Gunkel dazu: „Die zurückliegende Auswärtsfahrt wurde Mitte der Woche vom Trainer zeitlich avisiert. Jedoch konnte eine Spielerin berufsbedingt erst zu späterem Zeitpunkt, so dass die Abfahrt um 30 Minuten verschoben werden musste. Hier stand Freund stets im Mittelpunkt der Kommunikation.“ Der Abteilungsleiter erklärt ferner: „Leider scheiterte im Gegensatz dazu die Unterstützung der zweiten Damen nicht zuletzt an der mangelnden Kommunikation des Trainers mit den betreffenden Personen. Es ist darüber hinaus schwer zu vermitteln, Unterstützung der zweiten Mannschaft einzufordern, wenn diese zuvor unbeachtet geblieben ist. Eine Bindung zum gesamten Verein beziehungsweise zur Handballabteilung hat Freund nie gesucht.“
Bis zum Ende der Saison wird nun Werner Liebert das Coach bei den verbleibenden sechs Spielen übernehmen. Liebert hatte vor einiger Zeit bereits die zweite Frauen-Mannschaft des TVA trainiert. Zudem werden ihn Bea und Frank Stratmann unterstützen, da das Training beider Teams zusammengelegt wird. Freund selbst ließ die Entscheidung unkommentiert, sagte: „Handballerisch kann ich mir nichts vorwerfen.“
TSG Obereschbach - TV Aldenrade 30:26 (12:12)
Nach dem Schlusspfiff der Partie seiner Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade bei der TSG Obereschbach wollte Trainer Jörg Freund zum eigentlichen Geschehen kaum etwas sagen. Und das, obwohl seine Farben beim 26:30 (12:12) gegen den extrem heimstarken Gegner eine gute Leistung abgeliefert hatten. Vielmehr schäumte der Übungsleiter wegen des Drumherums.
"Der Gegner hat uns bei der Pressekonferenz erst einmal größten Respekt für diese Leistung gezollt. Normalerweise gratuliere ich zuerst dem Sieger – habe aber diesmal zunächst meine Mannschaft gelobt", sagte Freund. Grund hierfür war die Zahl der Spielerinnen, die zur Verfügung stand: Der TVA war genau mit einer kompletten Mannschaft angereist, ohne eine einzige Alternative. Verstärkung aus der Verbandsliga-Reserve: Fehlanzeige – obwohl die "Zweite", wenn auch ebenfalls personell gehandicapt, erst gestern spielte, die "Erste" aber bereits am Samstag.
"Die Vorstellung der Mädels war aller Ehren wert. Aber es gehört mehr dazu, in der 3. Liga spielen zu wollen. So war beispielsweise auch lange Zeit nicht klar, wann unsere Busse genau abfahren, so dass wir erst 55 Minuten vor dem Spiel angekommen sind – und dementsprechend schlecht in die Partie gekommen sind. Mir fehlt die Kommunikation mit dem Vorstand. Es ist nicht nur wichtig die kommende Saison zu planen, die jetzige geht noch bis Mai. Diese Situation ist so nicht tragbar", schnaubte Freund.
TVA: Doktor; Feldmann (8), Schauenburg (2), Höing (1), Paus (3), Rink (3) und Kern (9/3).
Die RP hatte es exklusiv vermeldet, nun bestätigten auch der TV Aldenrade und der VfL Rheinhausen den Wechsel von Danika Ingenbold (RP-Archivfoto) zurück zu ihrem Stammverein nach Walsum. "Es ist eine sehr schöne Sache, dass sie wieder zurück zu uns kommt. Danika passt als Eigengewächs sehr gut in unser Konzept, hat bereits unter den neuen Trainern Bea undFrank Stratmann gespielt. Außerdem ist sie eine sehr variabel einsetzbare Rückraumspielerin, die beim VfL regelmäßig starke Leistungen abgerufen hat", sagte TVA-Frauenwart Martin Schulz.
Im Rückraum hatten die Walsumerinnen nach dem Abgang von Torjägerin Maike Kern ohnehin Handlungsbedarf. "Sportlich betrachtet ist es sehr schade, sie hatte maßgeblichen Anteil an unseren Erfolgen", erklärte VfL-Trainer Dirk Rahmel, der mit Rechtsaußen Mina Spöntjes eine weitere Spielerin an den TVA verlieren könnte.
TV Aldenrade - TB Wülfrath 30:26 (15:9)
Den fünften Saisonsieg landeten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West gegen Schlusslicht Tb Wülfrath. Die taktischen Maßnahmen von Trainer Jörg Freund griffen. Denise Schauenburg kaum zu stoppen.
Einen souveränen Start-Ziel-Sieg landeten die Handballerinnen des TV Aldenrade vor heimischer Kulisse in der 3. Liga West gegen Schlusslicht Tb Wülfrath. Die Mannschaft von Jörg Freund setzte sich 30:26 (15:9) durch, baute einzig zum Ende beider Halbzeiten etwas ab, was sowohl der Trainer als auch Frauenwart Martin Schulz dem hohen Kräfteverschleiß des dünn besetzten Kaders zuschrieben. "Das war ein hochverdienter Sieg, wir haben über 60 Minuten nichts anbrennen lassen", resümierte der sichtlich erfreute Schulz nach dem Schlusspfiff. "Der Sieg war zu keiner Sekunde in Gefahr", ergänzte Freund.
TbW-Motor ins Stottern gebracht
Schlüssel zum Erfolg war eine taktische Umstellung des Trainers in der Abwehr: Die Gastgeberinnen agierten mit einer 5:1-Deckung mit Kerstin Höing auf der Spitze. Damit kam der TbW nicht zurecht, über die gesamte Spielzeit stotterte der Motor, auch wenn sich die Spielgestalterinnen Martina Koch und Stefanie Rath nach Kräften mühten. Und kam doch einmal eine Gegenspielerin an Höing vorbei, so standen dahinter Annika Paus in der Abwehrmitte sowie Carmen "Flummi" Feldmann und Denise Schauenburg auf den Halbpositionen wie eine Wand. "Die Mädels haben richtig gut gedeckt, die taktischen Vorgaben gut umgesetzt", freute sich Freund.
Die erste "Auszeit" nahm sich der TVA beim Stand von 15:7 (26.), als er bis zum Pausentee noch zwei Treffer kassierte, ohne selbst etwas Zählbares zustande zu bringen. Nach dem Seitenwechsel zogen die Walsumerinnen noch einmal die Zügel an, legten bis zum 21:10 (37.) vor. Diesen Vorsprung verwalteten sie bis zum 26:18 (52.), ehe der zweite größere Einbruch folgte. Mehr als Ergebniskosmetik gelang den Gästen aber trotzdem nicht, da "wir die Ruhe bewahrt und lange Angriffe gefahren haben", so Freund.
Einen Makel hatte das Spiel des TVA aber doch: Die Chancenverwertung war ganz schwach. Entweder scheiterten die Gastgeberinnen an der wie schon im Hinspiel bärenstarken Samantha Sklorz oder an den eigenen Nerven.
Freunds Fazit fiel dennoch positiv aus: "Das Spiel war zwar kein Brüller, aber unter diesen Vorzeichen war das in Ordnung. So wenn man bedenkt, dass wir die Abwehr so nicht trainieren konnten, sondern erst kurz vor dem Spiel alles besprochen haben", so Freund, der erneut auf zwei Spielerinnen aus der Reserve zurückgreifen konnte. Jennifer Leinichen und Tabea Rath bekamen beide Einsatzzeiten und sorgten so für die zuletzt schmerzlich vermissten Verschnaufpausen des Stammpersonals.
TVA: Manuela Doktor, Steffi Fenneken; Carmen Feldmann (8), Kerstin Höing (5/4), Denise Schauenburg (7), Annika Paus (5), Daniela Rink (1), Maike Kern (4) sowie Tabea Rath und Jennifer Leinichen
ETuS Wedau - TV Aldenrade 27:20 (10:14)
Beinahe ein Spiegelbild des Hinspiels legten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West beim Lokalrivalen ETuS Wedau hin – mit einem Unterschied: Hatte sich die Mannschaft von Jörg Freund am fünften Spieltag 29:22 durchgesetzt, obwohl sie lange Zeit wie der Verlierer aussah, verschenkte sie diesmal zwei Punkte und verlor 20:27 (14:10).
"Es war mit klar, dass wir unser Niveau wegen der begrenzten Wechselmöglichkeiten nicht halten können, außerdem haben unsere Halbspielerinnen nicht die Leistung gebracht, die es braucht, um so ein Spiel für sich zu entscheiden. Wedau hat deswegen auch verdient gewonnen", resümierte der Übungsleiter nach dem Schlusspfiff.
Wedauer Taktik ging voll auf
Ob Freund innerlich nicht doch brodelte, wird sein Geheimnis bleiben. Verständlich wäre es aber angesichts einer 16:10-Führung in der 32. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl auch kaum einer der Wedauer Fans in der prächtig gefüllten Halle an der Großenbaumer Allee auf die eigenen Farben gesetzt. Doch geduldig spulte die Mannschaft von Dirk Bauerfeld ihr Pensum herunter, dabei wechselte der Trainer munter durch. "Das war meine Intention, dass wir hinten heraus mehr Luft haben als Aldenrade", erläuterte Bauerfeld.
Eine Taktik, die voll aufging. Insbesondere Maike Kern war ihre kräftezehrende Spielweise ab Mitte des zweiten Abschnitts deutlich anzumerken, auch eine kurze Verschnaufpause brachte ähnlich wie bei Daniela Rink nicht genug Frische, um das Ruder noch einmal herumzureißen, nachdem die Gastgeberinnen beim 20:19 (53.) erstmals seit dem 2:1 in Führung gegangen waren. Das letzte Aufbäumen des TVA endete mit einem vergebenen Gegenstoß der Gäste durch Rink, nach dem postwendend das 20:24 aus Sicht der Walsumer fiel.
"Leihgaben" nicht berücksichtigt
Nach dem Spiel schloss sich Freund mit in die Kritik ein. "Ich habe im ersten Abschnitt mehr Kommandos gegeben und lauter mitgearbeitet. Vielleicht hätte ich das auch in der zweiten Hälfte tun sollen. Nach dieser Leistung sollte jede Spielerin über sich selbst nachdenken", erklärte Freund, der für einige kritische Bemerkungen im Fanblock der Gäste sorgte, da Carina Hering und Ramona Kugler, die beiden "Leihgaben" aus der Verbandsliga-Reserve, als Alternativen zur Verfügung standen. Hering spielte aber nur wenige Sekunden, Kugler durfte das Parkett überhaupt nicht betreten.
TVA: Doktor, Fenneken; Zeegers (n.e.), Feldmann (6), Rink (1), Kern (3), Paus (3), Schauenburg (3), Hering, Höing (4/4) und Kugler (n.e.).
TV Aldenrade - HSG Kleenheim 29:29 (11:16)
Die Handball-Frauen des TV Aldenrade haben sich nach zwei Spielabsagen in der 3. Liga eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit nur sechs Feldspielerinnen, einer Torhüterin und Sarah Stratmann von der Reserve, die nach ihrem Spiel als Auswechselspielerin zur Verfügung stand, drehten die Walsumerinnen in der zweiten Halbzeit einen Sieben-Tore-Rückstand zum 29:29 (11:16)-Remis.
Wie es Denise Schauenburg nach dem Spiel ging? "Nicht so gut. Aber was tut man nicht alles für einen Punkt", strahlte sie mit Ihrem Mitspielerinnen um die Wette. Mit viel Einsatz - so mussten gerade Schauenburg, Carmen Feldmann und Maike Kern eine Menge einstecken - lieferte der TVA eine beachtliche Leistung ab. Und Aldenrade hatte Pech, weil das zwölfte Tor vor der Pause wieder zurückgenommen wurde, da die Schiedsrichter die Zeitstrafe gegen Maike Kern nicht richtig angezeigt hatten. Als es 18:25 stand (46. Min), schien das Spiel gelaufen, doch der TVA erzielte sieben Tore in Folge, führte sogar zweimal und war am Ende schließlich der "moralische Sieger".
TV Aldenrade: Doktor; Feldmann (8), Schauenburg (6), Höing (5/3), Kern (5), Paus (1), Heller, Rink (4), Stratmann.
SG Kleenheim: Dauth, Sölva (n.e.); Schödl, Parson (n.e.), Bier (1), Lang (1), Salzmann (8), Leib (1), Reeh (6/4), Eisenhardt, Steinbach (11/6), Jensen (1), Kraban, Lorenz.
Infos: Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach), Zuschauer: 150, Zeitstrafen: 10:14 Minuten, Siebenmeter: 4/3 – 10/10.
WÖRTLICH
"Der Trainer hat mich zur Pause gefragt, ob es noch geht. Ich hab' ja gesagt." Daniela Rink, Hanballerin des TV Aldenrade. Ihr Team hat mit einem Minikader einen Sieben-Tore-Rückstand aufgeholt und gegen Kleenheim unentschieden gespielt.
Als wäre die Personalsituation bei den Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade nicht angespannt genug, erhielt Trainer Jörg Freund eine weitere Hiobsbotschaft: Leistungsträgerin Carmen "Flummi" Feldmann (RP-Archivfoto) kann ab dem 1. März nicht mehr am Training teilnehmen. "Ob sie zu den Spielen da ist, steht auch noch nicht fest", ergänzte der Übungsleiter. Zudem soll mit Maike Kern die Top-Torjägerin beim TVA vor dem Absprung stehen – mit Danika Ingenbold vom Oberligisten VfL Rheinhausen dafür ein Eigengewächs nach Walsum zurückkehren.
Vor dem für heute geplanten Gastspiel der Handballerinnen des TV Aldenrade bei der SG Kirchhof übte sich Trainer Jörg Freund in Sarkasmus: Die Frage, wer neben Manuela Doktor, Carmen Feldmann, Daniela Rink, Kerstin Höing und Maike Kern die Reise ins hessische Melsungen antritt, beantwortete er süffisant mit "ich". Damit war das Dilemma des Drittligisten umrissen. Alice Scheja (Fingerbruch), Julia Potthoff (Bandscheibenvorfall), Nina Heller (Kreuzbandriss), Marie Zeegers (ärztliche Untersuchungen) und Steffi Fenneken (beruflich verhindert) wären definitiv ausgefallen. Dicke Fragezeichen standen zudem hinter dem Einsatz der Kreisläuferinnen Annika Paus (Grippe) und Denise Schauenburg (Kreislaufbeschwerden), die beide seit zwei Wochen nicht trainieren konnten.
Verstärkungen aus der Verbandsliga-Reserve waren auch nicht möglich – was Freund indes "verständlich" fand, da die Truppe von Bea und Frank Stratmann heute als erster Verfolger gegen Spitzenreiter Tschft. Lürrip antritt. Einen Sieg vorausgesetzt, könnte die "Zweite" die Spitze erklimmen. "Aus der sportlichen Perspektive der Spielerinnen heraus ist es vollkommen nachzuvollziehen", sagte Freund, der in all seinen Jahren als Trainer auf hohem Niveau noch nie eine derartige Verletzungsserie wie beim TVA erlebt hat: "Das ist schon eine Extremsituation."
Wegen dieser Grundvoraussetzungen reagierte Frauenwart Martin Schulz gestern am späten Nachmittag und sagte das Spiel ab. "Das können wir als Verein nicht verantworten, nur mit fünf einsatzfähigen Spielerinnen nach Kirchhof zu fahren", erklärte Schulz.
Terminiert Am Samstag, 26. März, findet um 18.30 Uhr das Nachholspiel des TVA beim luxemburgischen Vertreter Roude Leiw Bascharage statt.
DJK/MJC Trier II - TV Aldenrade 29:21 (13:11)
Nach dem überraschenden Erfolg gegen Bascharage hatten die Handballerinnen des TV Aldenrade im Abstiegskampf der 3. Liga West wieder Morgenluft gewittert. Nach der 21:29 (11:13)-Niederlage der stark ersatzgeschwächten Mannschaft von Jörg Freund gegen den direkten Konkurrenten DJK/MJC Trier II ist diese bereits wieder zu einem lauen Lüftchen abgeflaut. Zu den angeschlagenen Denise Schauenburg (Kreislaufbeschwerden), Maike Kern (Grippe) und Marie Zeegers (Infekt) gesellte sich während der Hinfahrt nach Trier Daniela Rink, die sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hatte. Hinzu kam, dass Annika Paus unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht trainiert hatte.
"Wir sind angeschlagen hingefahren, und krank zurück", bilanzierte der Übungsleiter, dem in der 20. Minute mit Alice Scheja eine tragende Stütze wegbrach. Sie zog sich einen komplizierten Bruch des kleinen Fingers an der rechten Wurfhand zu – und fällt nun einige Wochen aus. Gerade angesichts dieser Personalsituation war Freund angetan vom Schaffen seiner Schützlinge: "Alle haben auf die Zähne gebissen. Und ich bin mir sicher, dass wir mit einem fitten und vollzähligen Kader gewonnen hätten."
TVA: Doktor; Feldmann (5), Schauenburg (2), Höing (4/4), Paus (4), A. Scheja (1), Kern (5), Rink und Zeegers.
Jörg Freund war gleich doppelt überrascht. Der Trainer des Frauen-Handball-Regionalligisten TV Aldenrade erfuhr am Mittwoch bei einer Sitzung mit der Chefetage, dass seine Tätigkeit nach dem Saisonschluss endet.
Im Gespräch mit der Sportredaktion bekam der TVA-Coach gestern die offizielle Pressemitteilung des Vereins vorgelesen. „Die kannte ich noch nicht“, so Freund.
Aus sportlicher Sicht vorzuwerfen hat sich der Aldenrader Trainer, der aus Verletzungsgründen zuletzt kaum Alternativen auf der Bank hatte, nichts. Seine Planungen waren bereits auf das kommende Jahr ausgerichtet. „Wir haben uns in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht, wie wir die nächste Saison gestalten wollen, welche jungen Spielerinnen wir heranführen können. Ich habe mich beim TVA wohlgefühlt und hätte gerne länger als nur eine Saison hier gearbeitet, um etwas aufzubauen“, so Freund, der unter anderem deswegen gehen muss, weil der Verein den Rotstift ansetzt.
„Mir ist mitgeteilt worden, dass der TVA nicht mehr in der Lage ist, mir die Fahrtkosten zu erstatten. Ich musste das erstmal sacken lassen“, so der scheidende Coach.
„Jörg reist aus Wuppertal an, kommt viermal die Woche zu uns nach Duisburg. Da kommen im Monat ein paar hundert Euro zusammen“, erläutert Aldenrades Frauenwart Martin Schulz. „Die Trennung ist eine mehrschichtige Geschichte. Jörg hat bei uns einen tollen Job gemacht. Wenn das nicht der Fall wäre, hätte es jetzt schon einen Cut gegeben.“
Aldenrade will künftig mit dem neuen Trainergespann Bea und Frank Stratmann wieder „zurück zu den Wurzeln“. Oder wie offiziell in der Pressemitteilung ausgedrückt: Gesundes Vereinswachstum von innen heraus, Brückenbildung zwischen Jugend- und Seniorenbereich, konzeptionelles Arbeiten. „Das ist keineswegs diskreditierend gegenüber Jörg Freund gemeint. Wir bemühen uns einfach darum, dass die Räder bei uns ineinander greifen. Die Stratmänner haben wir schon über Jahre im Blick, sie kennen die Strukturen unseres Vereins und haben es einfach verdient, den Posten zu übernehmen. Das ist für uns keine Notlösung.“
Bis zum Saisonende will Jörg Freund noch das Bestmögliche mit dem TVA erreichen. „Es ist schwierig für mich“, räumt er ein, „aber ich lasse die Zügel nicht schleifen. Wir sind ja nicht in einer Kinderliga. Ich erwarte, dass bis zum Ende konzentriert gearbeitet und mitgezogen wird.“
TV Aldenrade - Roude Leiw Bascharage 29:27 (14:14)
Nein, damit hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Auch dann nicht, wenn sie darum gewusst hätten, dass Torfrau Manuela Doktor einen überragenden Tag haben, und ihr Ersatz Steffi Fenneken gleich drei Siebenmeter entschärfen sollte. Zu schlecht waren die Vorzeichen vor der Partie der Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West gegen den luxemburgischen Vertreter Roude Leiw Bascharage. Während die Gäste, Tabellen-Zweiter, mit mehreren (Ex-)Nationalspielerinnen und der ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigin Oxana Pal anreisten, war das TVA-Lazarett voller denn je.
Doch bereits nach wenigen Minuten war klar, dass die Gastgeberinnen auch mit ihrem dünnen Kader, dem sich Annika Paus, Carmen Feldmann und Maike Kern angeschlagen zur Verfügung stellten, eine Chance haben sollten – da sie die taktische Marschroute von Trainer Jörg Freund hervorragend umsetzen. In der Defensive engten sie die Kreise des "magischen Dreiecks" Pal, Andrea Janics und Marta Goraj gut ein, machten aus der starken Abwehr heraus viel Tempo und spielten vorne diszipliniert und mit wenigen Fehlern.
"Wichtig war heute vor allem, dass wir uns auch von Rückständen nicht verunsichern ließen", resümierte Freund, dessen Truppe in der 40. Minute 16:20 gegen den haushohen Favoriten hinten lag. "Da waren wir zu hektisch und haben zu schnell abgeschlossen. Die Mädels haben aber immer an sich geglaubt. Am Ende hat sich dieser tolle Kampfgeist ausgezahlt", erklärte Freund.
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (4), Schauenburg (2), Höing (9/5), Paus, Zeegers, A. Scheja (3), Rink (6), Kern (5).
TV Beyeröhde - TV Aldenrade 30:25 (13:10)
Beim 25:30 (10:13) kosteten Undiszipliniertheiten in der Schlussphase die Handballerinnen des TV Aldenrade beim Gastspiel beim TV Beyeröhde mögliche "Big Points". "Ich bin natürlich total enttäuscht", resümierte der sichtlich geknickte Trainer Jörg Freund. Mit einem Sieg hätten die Walsumerinnen bis auf zwei Zähler an den Zweitliga-Absteiger heranrücken können – und damit auch an das rettende Ufer neunter Platz.
Vier Zeitstrafen zwischen der 52. und 54. Minute ließen allerdings alle Träume der Gäste platzen. "Insgesamt war das kein gutes Spiel, man hat gemerkt, dass es Abstiegskampf pur war – und dazu sind wir noch schlecht reingekommen", analysierte Freund. Nach dem 2:2 zogen die Wuppertalerinnen bis auf 7:3 (15.) davon, ehe sich der TVA wieder fing und Stück für Stück heran kämpfte. In der Pause appellierte der Übungsleiter an seine Truppe, an ihre Chance zu glauben – mit Erfolg. Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel führte der TVA 14:13, behielt seine Linie aber nicht weiter bei. Neben einigen unglücklichen Entscheidungen und Abschlüssen kam vor allem zu viel Hektik in die Aktionen der Gäste, die den TVB damit wieder ins Spiel zurückkehren ließen. "Trotzdem hatten wir bis kurz vor Schluss alle Chancen", ärgerte sich Freund über die Zeitstrafenflut, Zu allem Überfluss verletzte sich Julia Potthoff in der 40. Minute. Die Spielmacherin schied mit einer Rückenblockade aus. Ein starkes Spiel machte Maike Kern, die Freund genau wie Kerstin Höing wegen einer Grippe schonte.
TVA: Doktor; Feldmann (4/4), Schauenburg (3), Höing (1), A. Scheja (3), Rink (3), Kern (11/1), Paus, Potthoff, Zeegers.

Nach vielen negativen Meldungen flatterte bei den Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade kurz vor dem Jahreswechsel noch eine positive Nachricht ins Haus.
Nina Heller (Foto), die sich in ihrer hessischen Heimat an ihrem beschädigten Kreuzband operieren ließ, meldete, dass der Eingriff gut verlaufen ist. Nach Auskunft ihres behandelnden Arztes kann die 20-Jährige gegen Ende der Saison wieder ins Geschehen eingreifen. Für den dünn besetzten Kader des TVA wäre dies eine willkommene Alternative. Dennoch suchen die Walsumerinnen weiter händeringend nach einer Rückraumspielerin und einer Torfrau.
Zwei weitere Abgänge verzeichnen die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade zum Jahreswechsel. Nachdem sich Sabrina Schmitz bereits vor einigen Wochen zurück zu ihrem Ex-Klub TV Bruckhausen verabschiedet hatte, folgen nun Co-Trainer Christian Hampel und Noelle Orzol. Hampel war bereits in der Vorsaison beruflich sehr stark eingespannt, konnte deshalb nicht konstant am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Da er nun noch weniger Zeit hat, entschied er sich, den Verein zu verlassen. Trainer Jörg Freund bedauert diese Entscheidung, und versuchte auch noch Hampel umzustimmen – erfolglos. Orzol, die zu Saisonbeginn von der SG Überruhr nach Walsum gewechselt war, kam aus privaten Gründen bislang noch nicht zum Einsatz, obwohl sich die TVA-Verantwortlichen stets um die 19-Jährige bemühten. Sie soll vor einer Rückkehr zu ihrem Stammverein SG Überruhr stehen, den sie wegen der größeren sportlichen Perspektive beim TVA, aber auch wegen Trainer Uli Eikermann verlassen hatte. Diesen entließ der Verein kürzlich.
PSV Recklinghausen - TV Aldenrade 33:22 (17:10)
Nach mehreren starken Auftritten in Serie zeigten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West wieder ihr ungeliebtes "Auswärtsgesicht". Die Mannschaft von Trainer Jörg Freund unterlag beim PSV Recklinghausen mit 22:33 (10:17). "In der Halbzeit habe ich den Mädels gesagt, dass das, was sie auf dem Spielfeld angeboten haben, mir sehr nahe gegangen ist. Ich habe daher an sie appelliert, es in der zweiten Hälfte besser machen", berichtete ein geknickter Übungsleiter nach dem Schlusspfiff.
Dem ganz schwachen ersten Abschnitt ließen die Walsumerinnen einen tollen Start nach dem Seitenwechsel folgen. Bis auf 15:17 kamen die Gäste heran, ehe sie eine Zeitstrafe – wieder einmal – vollends aus dem Tritt brachte. Der PSV markierte vier Treffer in Serie, und führte damit die Vorentscheidung herbei. "In dieser Phase haben wir uns leider etwas hängen lassen. Die Mannschaft hat ein anderes Gesicht gezeigt als bei Heimspielen. Und in spielerischer Hinsicht hatten wir heute einige Ausfälle", resümierte der spürbar enttäuschte Übungsleiter.
TVA: Doktor; Feldmann (6), Schauenburg (2), Höing (5), Potthoff (1), Paus (3), A. Scheja (2), Kern (3/1), Zeegers, Schmitz, Rink.
TV Aldenrade - Germania Fritzlar 30:27 (16:13)
Carmen Feldmann führt den TV Aldenrade in der 3. Liga West gegen den SV Germania Fritzlar zum dritten Saisonsieg. Mit zwei feinen Einzelleistungen markierte "Flummi" die entscheidenden Treffer in der Schlussphase.
Sie war eindeutig die Matchwinnerin beim etwas überraschenden 30:27 (16:13)-Erfolg ihrer Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gegen den SV Germania Fritzlar. Dementsprechend strahlte Carmen "Flummi" Feldmann nach dem Schlusspfiff über beide Ohren. Hatte Trainer Jörg Freund vor dem Spiel noch die schwachen Trainingsleistungen moniert, so hatte die beste Walsumer Spielerin "schon die ganze Woche ein gutes Gefühl – obwohl wir wirklich nicht so gut trainiert haben".
In einem echten Krimi, mit zwei Roten Karten für die Gäste, waren es Feldmanns herausragende individuelle Qualitäten, die den Walsumerinnen am Ende den Sieg bescherten.
Von der ersten Minute an gingen die Gastgeberinnen in der Abwehr kompromisslos zu Werke, auch im Spiel nach vorne lief es rund. Vielleicht kam dem TVA auch zugute, dass die ehemalige Bundesliga-Torfrau Malgorzata Rodziewicz Feldmann bereits in der sechsten Minute legte und die zwingende Rote Karte kassierte. In der Folge setzte sich die Freund-Sieben ab und ging mit einer verdienten Führung in die Pause.
Foul an Kern "eine Sauerei"
Ab der 41. Minute geriet der TVA-Motor aber mächtig ins Stocken. Zuvor war Maike Kern bei einem Gegenstoß von Anne Breitschuh übel gefoult worden, musste minutenlang an ihrem rechten Auge behandelt werden. "Ihre Verletzung hat uns mächtig ins Wanken gebracht. Zum Glück konnte sie weiter spielen, dann lief es bei uns auch wieder. Aber das Foul war eine Sauerei – und ich muss zugeben, dass ich Schlimmeres befürchtet hatte", erklärte Freund nach dem Schlusspfiff.
Kern selbst wollte ihre Gegenspielerin keine Absicht unterstellen. Diese hatte ihr bei einem Hieb in Richtung des Gesichts anscheinend mit dem Finger ins Auge gelangt. "Ich habe gedacht, sie drückt mir das Auge ins Hirn", sagte Kern – trotz eines blauen Auges und eines dicken Kratzers mit einem Schmunzeln. Der Grund war schnell gefunden: Zwei Punkte. "Das tut uns gut", so Kern.
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (7), Rink (2), Höing (8/6), Potthoff, Schauenburg (1), A. Scheja (4), Kern (5), Zeegers, Paus (3/1), Schmitz (n.e.).

Thüringer HC II - TV Aldenrade 33:28 (17:11)
Es war ein weiterer Schritt nach vorne, den die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West in spielerischer Hinsicht machen. Allerdings belohnte sich die Mannschaft von Trainer Jörg Freund dafür wieder einmal nicht selbst mit Punkten. Beim Thüringer HC II unterlagen die Walsumerinnen 28:33 (11:17).
Die Anfangsviertelstunde ließ ein typisches Auswärtsspiel des TVA vermuten. Saft- und kraftlos agierten die Gäste, gegen die mit Verstärkung von "oben" angetretene Reserve. Danach kämpfte sich die Freund-Sieben beim 16:20 (40.) und 26:29 (53.) zweimal dicht heran – nur um beste Chancen zu vergeben und die Gastgeberinnen in Überzahl wieder davonziehen zu lassen. Wie schon gegen den 1. FC Köln hatten die Walsumerinnen nämlich große Probleme, sobald sie wegen Zeitstrafen in Unterzahl agierten – ein spielerischer Mangel, der sich allein durch den tollen Kampfgeist nicht beheben ließ.
"Im ersten Abschnitt fehlte uns in der Abwehr etwas die Aggressivität, im Angriff der letzte Wille. Das war in der zweiten Hälfte da. Hätten wir von Beginn an so gespielt, dann wäre es möglich gewesen zu punkten", resümierte Freund, der nun beim "Feintuning" den Hebel ansetzen will – waren es zuletzt doch nur noch Kleinigkeiten, die die nächsten Punkte verhinderten.
TVA: Doktor; Feldmann (5/1), Schauenburg (5), Höing (1), Potthoff (5), Paus (1), Zeegers (2), A. Scheja (4), Rink (1), Kern (3/1), Schmitz (n.e.).
TV Aldenrade - HSV Solingen-Gräfrath 26:28 (16:15)
Lange Zeit sah es so aus, als sollten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade ausgerechnet gegen Spitzenreiter HSV Gräfrath die nächsten Punkte holen. Am Ende verloren sie aber 26:28. Potthoff ist angekommen.
Als Alice Scheja in der 57. Minute mit ihrem einzigen Treffer des Tages das 25:26 erzielte, hatten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West noch die Hoffnung, die große Überraschung zu schaffen und gegen Spitzenreiter HSV Gräfrath zu punkten. Am Ende war die individuelle Klasse der Gäste aber zu groß, und die Klingenstädterinnen machten den Sack zu. So kassierte der TVA, der bis zur 51. Minute geführt hatte, trotz einer ganz starken Leistung eine unverdiente 26:28 (16:15)-Niederlage.
Nur ein Quäntchen gefehlt
"Ich hatte im Vorfeld gesagt, dass wir nur überraschen können, wenn alles hundertprozentig stimmt. Am Ende hat aber leider ein Quäntchen zu hundert Prozent gefehlt", resümierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Jörg Freund nach dem Schlusspfiff. Vor allem die vielen Chancen, die die Gastgeberinnen im ersten Abschnitt ausgelassen hatten, rächten sich am Ende.
Aber der Reihe nach. Gleich zu Beginn der Begegnung zeigte sich immer wieder, über welch herausragende Einzelkönner der HSV verfügt. Doch insbesondere die ehemalige Bundesligaspielerin Lisa Nettersheim, sonst die treffsicherste Solingerin, brachte den Ball in den ersten Minuten kaum aufs Tor, obwohl sie immer wieder frei zum Wurf kam.
Die Walsumerinnen standen dem aber kaum nach, von den vier vergebenen Gegenstößen landeten gleich drei neben dem Kasten, nur einmal musste Heike Guddas eingreifen. So blieb es in den ersten 30 Minuten beim Duell Maike Kern gegen den HSV. Die Walsumer Rückraumspielerin erzielte die Hälfte der Treffer ihres Teams, weshalb sie im zweiten Abschnitt "kurz" genommen wurde, und kein weiteres Erfolgserlebnis hatte.
In der Halbzeit hatte Nettersheim scheinbar Zielwasser getrunken, denn mit vier Treffern war sie einer der Hauptgründe dafür, dass die Solingerinnen in der 42. Minute erstmals in Führung gingen. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe Nettersheim und die vom Bundesligisten TSV Bayer Leverkusen per Zweitspielrecht an den HSV ausgeliehene Leonie Huckenbeck den Sack mit einem Doppelschlag 30 Sekunden vor dem Ende zu machten.
Unübersehbarer Aufschwung
Etwas Positives konnte Freund dem Spiel am Ende aber doch abgewinnen: Der Aufschwung seiner Mannschaft ist nicht zu übersehen, zudem ist Spielmacherin Julia Potthoff endgültig in der 3. Liga angekommen. Erst als ihre Kräfte schwanden, war bei den Gastgeberinnen Sand im Getriebe. "Ich sage ja immer wieder, dass uns eine Rückraumspielerin fehlt. Dann hätte Julia vorher eine Pause bekommen können", sagte Freund.
TVA: Doktor, Fenneken; Zeegers (n.e.), Feldmann (2), Rink, Höing (4), Potthoff (4), Kern (8/2), A. Scheja (1), Schmitz (n.e.), Schauenburg (4), Paus (2).
Fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff gab das ansonsten fehlerfreie Schiedsrichtergespann Saskia Blunck und Ann-Christin Pließ einen Treffer von Leonie Huckenbeck zum 16:16. Eigentlich. Denn weder die Unparteiischen noch das Kampfgericht Stefan Hoffmann und Bernhard Schwitzky notierten den Treffer, und so stand es zum Pausentee – zum verständlichen Groll der Gäste – 16:15. Am Ende war dieses Phantomtor aber nicht von Bedeutung.
1. FC Köln - TV Aldenrade 31:26 (15:12)
Einen deutlichen Schritt nach vorne verzeichnete Jörg Freund, was die Leistung seiner Handballerinnen des TV Aldenrade angeht. Einzig: Es nutzte dem Drittligisten beim Gastspiel beim 1. FC Köln nicht, der beim 26:31 (12:15) ohne etwas Zählbares im Gepäck die Heimreise antreten musste.
Dabei erwischten die Walsumerinnen in der Domstadt einen Start nach Maß, setzten die Vorgaben ihres Übungsleiters dabei perfekt um. Der Lohn: Eine frühe 5:1-Führung, die der TVA bis zum 11:6 (19.) verteidigte. Beim Stand von 11:7 kassierten die Gäste aber ihre erste Zeitstrafe, nur eine Minute später folgte die nächste Spielerin. "Das waren unnötige Situationen. Ich predige immer wieder, dass die Spielerinnen nicht von hinten reingreifen sollen", ärgerte sich Freund. Die Folge: Statt die Führung zu verteidigen oder auszubauen musste der TVA den 11:11-Ausgleich hinnehmen (24.).
Zeitstrafen der wunde Punkt
Bis zum 12:12 war für die Gäste aber "noch alles okay", so Freund, ehe wieder eine Spielerin mit einer Zeitstrafe auf die Bank musste – und Köln drei weitere Treffer vorlegte. "Wir wussten, dass sie in Überzahl offen decken, haben uns darauf vorbereitet – und sind trotzdem nicht damit klargekommen", berichtete Freund. Der zweite Abschnitt begann für die Gäste denkbar schlecht. Vier vermeidbare Fehler in Serie verwertete der FC jeweils zu einem Treffer. Diesem Rückstand rannte der TVA lange Zeit hinterher, ehe Freund die Abwehr öffnete. Bis auf drei Tore verkürzten die Walsumerinnen, nur um sich selbst um den Lohn der Mühen zu bringen. Zunächst ließen die Gäste einen Siebenmeter aus, kassierten dann erneut eine Zeitstrafe (55.). Diese nutzte Köln um sich von 27:24 vorentscheidend auf 30:24 abzusetzen.
Ein Extralob verteilte Freund trotz der Niederlage – an die beiden Unparteiischen Andreas Völkerding und Heiko Franz. "Sie haben absolute Spitze gepfiffen, dazu konnte man mit ihnen auch über Fehler reden. So wünscht man sich das als Trainer." Verärgert zeigte er sich hingegen darüber, dass ihm keine zweite Torfrau zur Verfügung stand, um der guten Manuela Doktor in einer schwächeren Phase eine kurze Pause zu gönnen. "Das ist für diese Liga einfach zu wenig", erklärte Freund.
TVA: Doktor; Zeegers (n.e.), Feldmann (8), Rink (1), Höing (1), Potthoff (3), Kern (7/3), A. Scheja (1), Schmitz (n.e.), Paus (2), Schauenburg (3).

TV Aldenrade - TSG Obereschbach 24:18 (12:9)
Dank einer formidablen Vorstellung in der Abwehr und einer ordentlichen Angriffsleistung landeten die Handballerinnen des TV Aldenrade in der 3. Liga West einen nicht erwarteten Sieg gegen die TSG Obereschbach.
Jörg Freund musste nach dem Schlusspfiff der Partie seiner Handballerinnen des TV Aldenrade gegen die TSG Obereschbach schmunzeln – hatte er doch mit der Frage gerechnet. "Ich wusste, dass das jetzt kommt, ob die Mannschaft die entsprechende Reaktion auf die Niederlage in Wülfrath gezeigt hat. Ich beantworte es mal so: Die Mannschaft hat hochkonzentriert gespielt und den entsprechenden Willen gezeigt", erläuterte der Trainer nach dem nicht erwarteten 24:18 (12:9)-Sieg seiner Walsumerinnen. Den Grundstein zum Erfolg legten die Gastgeberinnen mit einer Abwehr wie aus Granit, zeigten sich dabei perfekt auf den Gegner eingestellt.
Vorsprung nach Auszeit
In der Anfangsphase hatte der TVA aber noch leichte Probleme, da er zu leichtfertig mit seinen Chancen umging. In einer Auszeit lobte Freund seine Mannschaft zwar für ihre tolle Defensivleistung, mahnte aber an, die Chancen zu nutzen. Seine Spielerinnen gehorchten aufs Wort, bereits zum Pausenpfiff hatten sich die Gastgeberinnen einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Vor allem die drei Haupttorschützinnen, vor denen Freund im Vorfeld gewarnt hatte, neutralisierte der TVA weitestgehend. So kamen Jana Heßler und Tina Beckmann zusammen nur auf neun Treffer, die sonst so treffsichere Mandy Rauch blieb komplett ohne Treffer.
Wie stark der TVA in der Defensive arbeitete zeigte eine Phase im zweiten Abschnitt, in der die Freund-Sieben wegen Zeitstrafen mit nur drei Spielerinnen auf der Platte stand – und dennoch nur einen Gegentreffer kassierte, ehe er gänzlich davonzog.
Ein Extralob wollte Freund eigentlich nicht verteilen, "da das den anderen Spielerinnen nach dieser ansprechenden Vorstellung nicht gerecht werden würde". Letztlich tat er es doch, wenn auch durch die Blume. So wies er mehrfach auf die vielen Glanzparaden von Manuela Doktor hin, und auch "Wirbelwind" Julia Potthoff bekam ein Sonderlob für ihre dynamische Vorstellung in der Offensive. "Sie hat endlich das abgerufen, was sie kann", freute sich Freund. Genau wie Potthoff scheint mit Annika Paus ein weiterer Neuzugang in Walsum angekommen zu sein: Die Kreisläuferin sorgte 45 Minuten für mächtig Betrieb im Angriff und stand auch hinten ihre Frau.
TVA: Doktor, Fenneken; Kern (8/1), Feldmann (6), Paus (3), Potthoff (3), Scheja (1), Höing (1), Schauenburg (1), Rink (1), Schmitz und Zeegers.
TB Wülfrath - TV Aldenrade 28:24 (14:13)
Es sollte der zweite Sieg in Folge werden. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Bei Aufsteiger Tb Wülfrath unterlag Handball-Drittligist TV Aldenrade 24:28. Trainer Jörg Freund ging hart mit seinem Team ins Gericht.
Fast wie eine Kopie des erschreckend schwachen Lokalduells der Vorwoche mit dem ETuS Wedau kam das Spiel der Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade bei Aufsteiger Tb Wülfrath daher. Mit einem entscheidenden Unterschied: Setzten sich die Walsumerinnen in der Vorwoche dank einer beherzten zweiten Hälfte souverän durch, so spielten sie in Wülfrath wie ein Absteiger und verloren 24:28 (13:14). Dementsprechend bedient war nach dem Schlusspfiff auch Trainer Jörg Freund, der mit seiner Mannschaft hart ins Gericht ging.
"Wir sind nicht in der Lage uns mental auf so ein Spiel einzustellen. Da sind tausend andere Dinge wichtiger. Außerdem fehlt uns auf dem Feld ein echter Leader. Und ganz ehrlich: So haben wir in der Liga nichts zu suchen", schimpfte der Übungsleiter, für den sich viele kleine Mosaiksteine zur Niederlage zusammenfügten.
Da war etwa der Faktor Torfrau. Während die sonst so bärenstarke Manuela Doktor speziell im ersten Abschnitt kaum einen Ball zu fassen bekam, reihte ihr Gegenpart Samantha Sklorz eine starke Parade an die nächste. Und während die TVA-Defensive mit wenigen Ausnahmen fiel zu wenig Biss zeigte, zogen die Wülffratherinnen den Gästen mit ihrer von der überragenden Martina Koch bestens organisierten 6:0-Abwehr den Zahn. Koch blockte aber hinten nicht nur etliche Bälle und gewann beinahe jeden Zweikampf, sondern war auch vorne kaum zu bremsen. Obwohl der Dreh- und Angelpunkt "nur" vier Treffer erzielte, war er an beinahe jedem Abschluss beteiligt.
Siebenmeterpfiff blieb aus
Trotz unzähliger technischer Fehler schaffte es der TVA aber noch einmal, bis auf 21:23 zu verkürzen (55.) – die einzige Phase des Spiels in der Doktor mehrere gute Szenen in Folge hatte. Als Julia Potthoff sich im folgenden Angriff mit einer tollen Finte durchsetzte und gefoult wurde, erwartete jeder Beobachter des Spiels einen Siebenmeterpfiff. Einzig die schwachen Schiedsrichter Smeetz/Wunder sahen es anders – und der TbW zog wieder davon.
TVA: Doktor; Feldmann (7/2), Zeegers (1), Rink (3), Höing (2), Potthoff (1), Kern (4), A. Scheja (2), Schauenburg (2), Schmitz, Paus (2).
Schädelbrummen
Nicht nur die Niederlage sorgte bei Alice Scheja für Kopfschmerzen. Die abwehrstarke Rechtsaußen-Spielerin stürzte bei einem Zweikampf gemeinsam mit Martina Koch auf den Boden. Dabei landete ihre Gegenspielerin auf ihrem Kopf – und knallte mit dem Haupt ebenfalls aufs Parkett. Während für Scheja danach Schluss war, spielte Koch mit dicker Beule weiter.
TV Aldenrade - ETuS Wedau 29:22 (9:9)
In einem ganz schwachen Lokalduell setzten sich die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gegen den ETuS Wedau durch, und feierten ihren ersten Saisonsieg. Triebfeder des Erfolges war Carmen Feldmann, die sich gegen ihren Ex-Klub zur besten Spielerin auf dem Parkett aufschwang.
Es wäre Dirk Bauerfeld sicherlich lieb gewesen, dass sich seine Vorahnung nicht bestätigte. Vor dem Lokalduell der Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gegen den ETuS Wedau hatte der Trainer der Gäste die besondere Qualität von Allrounderin Carmen Feldmann hervorgehoben und darauf verwiesen, dass sie die prägende Figur bei den Gastgeberinnen sei – im positiven wie negativen Sinne.
Wenige Höhepunkte
Gegen ihren Ex-Klub erwischte "Flummi" aber einen echten Sahnetag, "klaute" in der Abwehr unzählige Bälle und war mit ihrer individuellen Klasse und ihrer sehenswerten Treffer in der entscheidenden Phase des Spiels einer der wenigen Höhepunkte in einem schwachen Spiel, dass der TVA mit 29:22 (9:9) für sich entschied.
In der prächtig gefüllten Halle am Driesenbusch war beiden Teams anzumerken, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Es entwickelte sich ein Spiel mit Fehlern in Hülle und Fülle, und auch die minutenlangen Phasen ohne Torerfolg sprachen nicht für starke Abwehrreihen, sondern erklärten sich in der hohen Zahl der Patzer – Abstiegsk(r)ampf pur eben.
Die Entscheidung fiel direkt nach dem Seitenwechsel, als sich die Walsumerinnen vor allem durch Konter aus einer stark verbesserten Abwehr heraus über ein 17:10 (40.) bis auf 20:11 (42.) absetzten. In der Schlussphase verpassten es die Gäste leichtfertig, das Ergebnis zu verbessern, da sie etliche Gegenstöße schlampig vortrugen.
"Es gab hier heute keinen Schönheitspreis zu gewinnen, den Sieg haben sich die Mädels ehrlich erarbeitet. Entscheidend für weitere Erfolge ist, dass die Mannschaft begreift, dass es für uns nur so gehen kann. Und mir ist das Niveau egal, wenn wir immer Punkte holen, wenn wir so spielen", resümierte ein sichtlich gezeichneter Trainer Jörg Freund nach dem Schlusspfiff. Trotz der Nachwehen einer Grippe stand der Übungsleiter bis zur letzten Sekunde förmlich "unter Strom", peitschte seine Mannschaft immer wieder an, nicht nachzulassen – mit Erfolg.
TVA: Doktor; Feldmann (6), Rink (2), Höing (1), Schauenburg (3/1), A. Scheja (6), Kern (6/3), Zeegers, Paus (2), Schmitz (n.e.), Potthoff (3).
Ganz tief in seinem Kleiderschrank hatte Jörg Freund gewühlt, und einen seit einigen Jahren eingemotteten Trainingsanzug herausgekramt, den er zu Zweitliga-Zeiten bei der HG Remscheid getragen hatte. Auch seine Spielerinnen forderte er auf, in alter Kleidung zum Spiel zu kommen. Der Hintergrund war ein psychischer Kniff: "Wir wollen Handball arbeiten. Und wenn man arbeitet, etwa beim Renovieren, dann trägt man alte Kleidung", erklärte Freund.


HSG Kleenheim - TV Aldenrade 28:16 (12:9)
Eine Halbzeit lang hielten die Walsumerinnen in Kleenheim gut mit, dann wurden sie regelrecht überrollt. "Kleenheim hat sich richtig in das Spiel reingesteigert. Das passiert. Bei den einen klappt plötzlich alles, bei den anderen nichts", musste TVA-Trainer Jörg Freund eingestehen. Innerhalb von zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff setzten sich die Gastgeberinnen von 12:10 auf 18:11 ab. Freund: "Daran kann man ja sehen, wie das Spiel gelaufen ist."
TVA: Doktor; Kern (6/3), Rink (3), Schauenburg (2), Potthoff (2), Höing (1), Zeegers (1), Paus (1), Schmitz, Feldmann und Scheja.
TV Aldenrade - SG Kirchhof 24:29 (12:12)
Eine starke Leistung lieferten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gegen den haushohen Favoriten SG Kirchhof ab. Mit etwas mehr Glück wäre deutlich mehr drin gewesen, als die achtbare 24:29 (12:12)-Pleite.
Walsum Jörg Freund zählt sicherlich nicht zu der Kategorie Trainer, der sich über eine schwache Schiedsrichterleistung auslässt. Vielmehr sucht der A-Lizenz-Inhaber nach Verbesserungsmöglichkeiten bei seiner Mannschaft, betreibt dort eine intensive Fehleranalyse. Doch nach der knappen 24:29 (12:12)-Niederlage seiner Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gegen den haushohen Favoriten SG Kirchhof deutete er zumindest an, wie sehr ihm die Leistung der Unparteiischen Markus Richter und Thomas Determann missfiel: "Sie haben uns das Leben in der zweiten Halbzeit schwer gemacht, nachdem sie in der ersten wirklich gut gepfiffen hatten."
Unglückliche Entscheidungen
Zwar offenbarten die Walsumerinnen wieder einige technische Schwächen, doch kaschierten sie diese durch eine deutliche spielerische Steigerung. Dank einer tollen kämpferischen Einstellung hielten die Gastgeberinnen das Spiel bis weit in die zweite Hälfte offen, ehe die Schiedsrichter einige unglückliche Entscheidungen trafen, dabei meist die Heimmannschaft benachteiligten. So kassierte der TVA beim Stand von 19:22 (51.) ein mehr als fragwürdiges Stürmerfoul, im Gegenzug gab es den Treffer zum 19:23 – und eine Zeitstrafe für Kerstin Höing. Zudem durfte die Mittelfrau der Gäste in dieser entscheidenden Phase scheinbar so viele Schritte machen, wie sie wollte – die Schiedsrichter ließen sie gewähren. Als Spielmacherin Höing beim Zwischenstand von 19:25 (54.) von der Siebenmeter-Marke scheiterte, war die Messe endgültig gelesen.
"Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht und viel investiert. Die Mädels haben gekämpft, ja richtig gerackert. Ich muss dem Team ein Riesen-Kompliment machen, die Spielerinnen sind heute wirklich über ihre Schmerzgrenze gegangen und haben dazu eine tolle Disziplin an den Tag gelegt. Leider sind wir dafür nicht belohnt worden. Aber auf diese Leistung können wir aufbauen", resümierte ein sichtlich angefressener Freund nach dem Schlusspfiff.
Trotz der Niederlage sollte der starke Auftritt den zuletzt arg verunsicherten Spielerinnen Auftrieb und Selbstvertrauen geben. "Jede Mannschaft ist schlagbar, das haben wir heute deutlich gesehen", resümierte Freund.
TVA: Doktor, Fenneken; Rink (1), Höing (6/2), Kern (7/2), Schauenburg (3), Paus (1), A. Scheja (3), Zeegers (1), Schmitz, Potthoff (2), Feldmann.
Völlig in den Dienst der Mannschaft stellte sich Carmen Feldmann, die dank der medizinischen Abteilung des TVA nur wenige Tage nach einer Wadenverletzung, die sie sich im Pokalspiel beim HSV Gräfrath zuzog, wieder auf dem Parkett stand. Dabei wies sie wieder ihre Vielseitigkeit nach und sorgte selbst auf der Königsposition im linken Rückraum für mächtig Betrieb.
HSV Solingen-Gräfrath - TV Aldenrade 33:23 (19:10)
"So darf man sich nicht präsentieren", resümierte Trainer Jörg Freund mit Blick auf die erste Halbzeit des Pokalspiels zwischen seinem TV Aldenrade und dem gastgebenden HSV Solingen-Gräfrath. Im Duell zweier Handball-Drittligisten setzten sich die Klingenstädterinnen deutlich mit 33:23 (19:10) durch. Somit war für den TVA in der zweiten Runde des DHB-Pokals Endstation.
Ohne jegliche Anspannung gingen die Gäste ins Spiel, lagen schnell mit 0:6 hinten. In einer Auszeit versuchte Freund "Geist und Kräfte" seiner Sieben zu wecken – zunächst vergebens. Erst als der Übungsleiter in der Pause an die Ehre der Spielerinnen appellierte, ging ein Ruck durchs Team. "Ich bin froh, dass die Mannschaft das Spiel noch vernünftig über die Bühne gebracht hat", so Freund.
TV Aldenrade - DJK/MJC Trier II 19:20 (9:8)
LICHT GING AUS UND AN, DEM TVA ABER NICHT AUF
Ein Spiel verloren, ein Spiel ausgefallen - und noch ein Spiel verloren. Für den TV Aldenrade läuft es in der 3. Handball-Liga der Frauen wirklich nicht rund.
Bitterer hätte das Spiel für die Walsumerinnen im Ausweichquartier an der Hamborner Straße kaum laufen können. In der 58. Minute hatte Alice Scheja das 19:17 erzielt - dennoch ging das Spiel noch verloren. Nach dem Trierer Anschlusstreffer sorgten zwei unnötige Ballverluste, einer durch ein Stürmerfoul, in der letzten Minute für die Niederlage. Nach dem 19:19 kassierten die Walsumerinnen drei Sekunden vor dem Ende einen Freiwurfpfiff. Der Ball von Katrin Scheider rauschte schließlich mit der Schlusssirene in die Maschen. Zuvor hatten sich beide Teams in einem äußerst schwachen Drittligaspiel ein Festival der weggeworfenen Bälle geliefert. "Mit 19 Toren gewinnst du kein Spiel", ärgerte sich Trainer Jörg Freund. Da wäre es beinahe schon gut gewesen, wenn das Spiel in der 19. Minute abgebrochen worden wäre. Die Zeitnehmer waren versehentlich an den Schalter für das Hallenlicht geraten. Nach einer zehnminütigen Pause ging es weiter.
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (5), Höing (5/4), Kern (3), Schauenburg (2), Zeegers (1), Scheja (1), Rink (1), Paus (1), Potthoff und Schmitz (n.e.).
Mit der PNB Treuhand GmbH haben wir einen neuen Sponsor für den TV Aldenrade gewinnen können. Rainer Nick überreichte gleich am 1. Spieltag gegen Beyeröhde unserer 1. Damenmannschaft die neuen Aufwärm-Shirts in den Vereinsfarben rot und weiß. Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank dafür.
Die Handballerinnen des TV Aldenrade fuhren bis nach Bascharage in Luxemburg – um dann unverrichteter Dinge wieder heimzukehren.
Das war ein Schlag ins Wasser. 300 Kilometer hin, 300 Kilometer zurück – und das alles für einen Spielausfall. Die Handballerinnen des TV Aldenrade hatten sich auf den Weg gemacht, um ihr erstes Auswärtsspiel in der 3. Liga zu bestreiten. Und das im Ausland bei den Roude Léiw Bascharage in Luxemburg. Als der Bus gerade ankam, bekam Trainer Jörg Freund die Nachricht, dass die Schiris später kommen. Eine Autopanne hatte die Unparteiischen aufgehalten. „Es geht wohl so gegen 19.15 Uhr statt 18.30 Uhr los“, verkündete er via Busmikrofon. An der Halle angekommen musste Frauenwart Martin Schulz bekanntgeben: „Es wird wohl eher 20.30 Uhr. Aber die Luxemburger haben uns mitgeteilt, dass dafür das Männerspiel ausfällt. Als die Spielerinnen um 19.15 Uhr in die Kabinen wollten, kam die Hiobsbotschaft. Es ginge erst um 22 Uhr. Und das sei dann ja zu spät, ließen die Roten Löwen verlauten. Der Grund: Das Männerspiel der ersten luxemburgischen Liga gegen den HC Berschem, der eine Anreise von nur 28 Kilometern hat, könne nun doch nicht verlegt werden. „Wir haben zweimal gefragt, ob die Männer nicht nach uns spielen könnten“, so Freund. Die Antwort: Ein Achselzucken. Das Spiel muss bis zum 31. Dezember nachgeholt werden. Einen Termin gibt es noch nicht.
Ein echtes Ärgernis war die Reise der Handballerinnen des TV Aldenrade zum luxemburgischen Vertreter der 3. Liga West, Roude Leiw Bascharage. Die Walsumerinnen waren insgesamt zwölf Stunden unterwegs, davon neun im Bus und drei vor Ort – nur Handball gespielt, wurde nicht.
Kurz nach Eintreffen der Gäste informierten die Schiedsrichter beide Mannschaften darüber, dass sie eine Autopanne haben. Der ursprünglich für 18.30 Uhr vorgesehene Anwurf müsste daher auf 20.30 Uhr verlegt werden. Der TVA war mit dieser Lösung einverstanden – die Gastgeberinnen aber nur bedingt. Zwar stimmten sie erst zu, doch nach etlichen Diskussionen hieß es plötzlich, das nachfolgende Herren-Spiel könne nicht verlegt werden. Vielmehr sollte das Damen-Spiel frühestens um 21.30 Uhr stattfinden. "Das wäre unzumutbar gewesen, dann wären wir erst gegen 4 Uhr nachts zu Hause gewesen", sagte Frauenwart Martin Schulz. Daher reiste der TVA wieder ab.
Unverständlich war für die Offiziellen der Walsumerinnen vor allem die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Luxemburger, die in keiner Weise die lange Anreise und die damit verbundenen Kosten – der TVA kam mit einem großen Reisebus – würdigten, sondern nur darauf verwiesen, dass das Herren-Spiel eben nicht verlegt werden könnte. Deutlich wird an dieser Stelle auch die Problematik, einen Verein aus einem anderen Land für die Liga zuzulassen, denn in Deutschland hätte das Spiel auf Ebene des Deutschen Handballbundes (DHB) stets Vorrang vor Spielen, die den Landesverbänden unterstehen. Nicht so im Benelux-Staat. Nun muss Horst Keppler, Vorsitzender des Spielausschusses für die 3. Liga, entscheiden, was passiert.
Carmen Feldmann steht grinsend vor einem staunenden Bäcker. So ganz konnte er die Bestellung nicht glauben. Aber „Flummi“ meinte das schon ernst. 70 Brötchen hätte sie gerne. Schließlich steht der TV Aldenrade vor einer seiner weitesten Reisen in der neu geschaffenen 3. Handball-Liga.
Das erste Auswärtsspiel führte die Walsumerinnen am vergangenen Samstag gleich ins Ausland. Denn erstmals waren die Roude Léiw Bascharage aus Luxemburg aufstiegsberechtigt. Die Sportredaktion hat die Aldenraderinnen auf der großen Fahrt begleitet (Zur Bildergalerie mir Eindrücken von der Luxemburg-Reise).
Allerdings: Knapp 300 Kilometer hin, das gleich wieder zurück – und alles nur für ein wenig Sightseeing. Wie berichtet fiel das Spiel aus. „Die Reise ins Nichts“, hatte Denise Schauenburg schon die passende Überschrift parat.
Denise und Flummi gehörten auch zu den ersten, die am Vereinsheim auf den Bus warteten. Auch Torhüterin Manuela Doktor und Daniela Rink waren schon da. Vor ihnen stapelte sich die Verpflegung. Brötchen, Getränke, Kuchen, Muffins. Und Bier. „Für nach dem Spiel natürlich“, lächelte Denise Schauenburg. Währenddessen wurde Daniela Rink von allen Spielerinnen, die nach und nach eintrafen, geknuddelt. Schließlich wurde sie am Spieltag 27 Jahre alt. Klar, dass sie selbst auch für die entsprechende Verköstigung gesorgt hat: „Prinzessin-Lillifee-Muffins“ stellte sie strahlend vor. „In der letzten Saison hatten wir mit Denise Wellmann noch eine Betreuerin, die das alles für uns gemacht hat. Nun organisieren wir das selbst“, so Schauenburg. Klingt ungewöhnlich? Ist es aber nicht. „Selbst beim großen THW Kiel gibt es unter den Spielern einen ,Brötchenbeauftragten’“, berichtet TVA-Frauenwart Martin Schulz. „Ist doch gut so. Das erdet die Spieler.“ Dabei sind die Aldenraderinnen nicht nur geerdet, sondern auch noch fürsorglich. Denn Denise Schauenburg läuft immer wieder durch den Bus und kümmert sich persönlich darum, dass niemand verhungert.
Währenddessen kümmert sich Leif Wellmann, selbst Spieler bei den Landesliga-Herren, um den DVD-Player des Reisebusses. Ohne Erfolg. „Und nun?“, frage Trainer Jörg Freund. Erst kurz vor dem Spieltag ist das Video vom ersten Spieltag eingetroffen, als Bascharage gegen Trier gespielt hatte. Zum Glück hat er der Coach einen Laptop dabei. Er schart seine Spielerinnen um sich, schaut sich die Spielszenen des Gegners an. Allerdings nur für zehn, fünfzehn Minuten. Dann gibt der Akku seinen Geist auf.
Keine optimale Vorbereitung. Das weiß auch Freund, der sich mit Schulz berät. „Wir sollten das machen“, denkt der Coach an das vom Deutschen Handball-Bund unterstützte Videoportal. Das kostet zwar eine Menge Geld. „Aber da hat man die Videos früher und kann die Analyse ins Training einbauen.“
Denn die persönliche Gegnerbeobachtung fällt für den TVA, der erstmals überhaupt auf DHB-Ebene spielt, nahezu aus – bei Gegnern zwischen Erfurt und Luxemburg. Dass die Roude Léiw überhaupt in Deutschland spielen, ist ein Kuriosum. „Wir sind in Luxemburg 29 Mal Meister und 19 Mal Pokalsieger geworden. Wir hatten einfach keine Gegner mehr“, sagt Rote-Löwen-Trainer Claude Weinzierl. Zunächst ging es die rheinland-pfälzische Oberliga. Doch als ausländischer Verein durfte die Mannschaft nur im Landesverband spielen – ein Aufstieg fiel damit aus. „Wenn wir dann Erster werden und der Zweite steigt auf, ist das frustrierend“, so Weinzierl. Also hatten die Luxemburger die zündende Idee. Die Damenmannschaft wurde aus dem HBC Bascharage heraus als Roude Léiw neu gegründet – mit dem Spielort Bascharage, aber dem rechtlichen Vereinssitz in Trier. „So bekamen alle Spielerinnen deutsche Spielerpässe und wir konnten aufsteigen.“ Mit einer internationalen Truppe aus Luxemburgerinnen, Deutschen, Polinnen, Französinnen und Rumäninnen gehört Bascharage auf Anhieb zum Favoritenkreis. „Vorher haben unsere Spielerinnen auch noch in der luxemburgischen Liga gespielt“, so Weinzierl. Dort tritt nun nur noch eine „Ausbildungsmannschaft“ unter dem Namen HBC an.
Wie gut Bascharage wirklich ist, davon hätten sich die Walsumerinnen gerne selbst überzeugt – eine Autopanne der Schiedsrichter machte einen Strich durch die Rechnung. Erst sollte das Spiel von 18.30 Uhr auf 19.15 Uhr, dann auf 20.30 Uhr verschoben werden. Bascharage war zunächst auch bereit, das Herrenspiel zum Saisonauftakt in der luxemburgischen Liga zu verlegen. Also machten sich die Aldenraderinnen auf und erkundeten den 7400 Einwohner kleinen Ort. „Dahinten ist ein Einkaufszentrum“, hatte eine Spielerin ein Ziel ausgemacht. Es wurde geflachst, gestöbert, gegessen. Dumm nur, dass die Roude Léiw es sich dann doch anders überlegten. Eine Verlegung des Männerspiels? Die kam plötzlich nicht mehr in Frage. Die gute Laune war dahin. Ausnahmsweise hatte Maskottchen Tanja, das an die langjährige Spielerin Tanja Ludwig erinnern soll, kein Glück gebracht. „Dennoch fehlt sie auf keiner Fahrt“, berichtet Denise Schauenburg.
Acht Stunden im Bus, rund drei Stunden in Bascharage. Das alles macht echte Sportlerinnen aber noch nicht müde – immerhin gab es ja noch einen Geburtstag zu feiern . . .
TV Aldenrade - TV Beyeröhde 17:27 (9:11)
Sie haben an der Sensation geschnuppert – und sich selbst um einen Einstand nach Maß gebracht. Vor heimischer Kulisse in der prächtig gefüllten Halle am Driesenbusch unterlagen die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade Zweitliga-Absteiger TV Beyeröhde mit 17:27 (9:11) – allerdings spiegelt der Endstand nur bedingt das Ergebnis wider.
Die durch den neuen Trainer Jörg Freund glänzend auf die offensive Deckung der Wuppertalerinnen eingestellten Gastgeberinnen erwischten einen Blitzstart, legten bis auf 6:1 (11.) vor. Bis zu diesem Zeitpunkt ließ die starke TVA-Abwehr nur einen Gegentreffer per Siebenmeter zu. Allerdings versäumten es Kerstin Höing und Co., sich weiter abzusetzen, ließen einige klare Chancen aus.
Miserable Quote
Danach rückten die Walsumerinnen unverständlicherweise von ihrer Linie ab, verstrickten sich zusehends in Einzelaktionen. Allen voran Neuzugang Maike Kern. Die vom TuS Lintfort gekommene Spielerin erzielte zwar sieben Treffer – dies aber bei einer miserablen Wurfquote und einer egoistischen Spielweise.
Einzelkritik wollte Freund nach dem Schlusspfiff aber nicht betreiben. "Jede Spielerin hat ihren Teil dazu beigetragen", analysierte der Trainer, und wies damit auch auf die hohe Anzahl an technischen Fehlern hin, die seinen Schützlingen letztlich das Genick brachen – erzielten die Gäste das Gros ihrer Treffer doch per Konter. Nach dem Spiel wirkte der TVA-Trainer angesichts der großen Chance etwas geknickt, schützte sein Team aber dennoch: "Man darf nicht vergessen, wie viele junge Spielerinnen dabei sind, denen die Erfahrung fehlt, und die etwas Zeit brauchen."
TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (1), Rink (3), Höing (1), Kern (7/4), Schauenburg (2), A. Scheja (2), Zeegers, Paus, Schmitz (n.e.), Potthoff (1).

Gleich zwei personelle Rückschläge mussten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade während der Vorbereitung hinnehmen. Zunächst ereilte die Verantwortlichen die Nachricht, dass Christina Danhof wegen einer Knieverletzung keinen Leistungssport mehr betreiben kann. Dann gesellte sich Rückraumspielerin Nina Heller mit einem Riss des Kreuzbandes auf die Ausfallliste.
Nun gelang es ihnen zu reagieren: Mit der 19-jährigen Noelle Orzol wechselt eine talentierte, variabel einsetzbare Rückraumspielerin vom Oberliga-Aufsteiger SG Überruhr aus Essen nach Walsum.
Eine weitere Spielerin für die "Problemzone" Rückraum will der TVA in den kommenden Tagen präsentieren. Dabei soll es sich nach RP-Informationen um die 21-jährige Liv Amann handeln, die zuletzt für den TuS Eintracht Oberlübbe in der Ober- und Regionalliga auf Torejagd ging und nun in Essen studiert.
Aufatmen beim Handball-Drittligisten TV Aldenrade. Kurz vor dem Saisonstart am Samstag gegen Zweitligaabsteiger TV Beyeröhde kann der neue Trainer Jörg Freund neben Stammtorhüterin Manuela Doktor auf eine starke Nummer zwei zurückgreifen. Steffi Fenneken, die eigentlich nach Abschluss der vergangenen Saison aufgehört hatte, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und setzt sich auf die Bank. "Sie wird auch in nächster Zeit einmal in der Woche beim Training sein und zumindest bei den Heimspielen und auch den von der Entfernung nicht so weiten Begegnungen auswärts zur Verfügung stehen", erklärte Frauenwart Martin Schulz. Trotzdem arbeitet man beim TVA noch einer langfristigen Lösung und ist weiter auf der Suche nach einer starken zweiten Torhüterin.
Gestern stand in Hildesheim unter Aufsicht von Spielleiterin Erika Petersen die Auslosung der zweiten Runde des DHB-Pokals der Frauen an, die am Wochenende 2./3. Oktober angesetzt ist. Handball-Drittligist TV Aldenrade muss zwar in der Fremde antreten, erwischte es mit Liga-Konkurrent HSV Solingen-Gräfrath aber zumindest kilometertechnisch noch vergleichsweise günstig. Sportlich hält Trainer Jörg Freund die Aufgabe allerdings für sehr anspruchsvoll. In der Vorsaison siegten die Walsumerinnen im Hinspiel, kassierten in der Klingenstadt beim Rückspiel allerdings eine heftige Packung.
Da der DHB-Pokal vorrangig behandelt wird, muss der TVA sein Meisterschaftsspiel gegen die SG Kirchhof, das ursprünglich um 19.30 Uhr im Driesenbusch stattfinden sollte, voraussichtlich verlegen. Besonders reizvoll macht ein Weiterkommen, dass die Erstligisten in der dritten Runde des Wettbewerbs ebenfalls ins Geschehen eingreifen.
TV Lobberich - TV Aldenrade 23:29 (10:15)
Einen souveränen 29:23 (15:10)-Erfolg feierten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den starken Oberligisten TV Lobberich.
Die Mannschaft von Trainer Jörg Freund hatte dabei die Zügel von Beginn an fest in der Hand, legte schnell auf 2:0 vor. Beim 3:3 schafften es die Gastgeberinnen letztmals auszugleichen, ehe die Walsumerinnen davonzogen. "Ich hatte damit gerechnet, dass es hektischer und ein größerer Kampf werden würde", bilanzierte Freund nach dem Schlusspfiff.
Seine Mannschaft ließ es aber nicht so weit kommen: Direkt nach dem Seitenwechsel drehte der TVA nochmals mächtig auf und legte bis auf 20:12 (40.) vor, ehe Freund die verbliebene Spielzeit – wie angekündigt – dazu nutzte, um viel zu wechseln und zu experimentieren. "Es war gut, dass es so deutlich war, dann kann man es sich auch leisten, so viel zu testen", sagte Freund. Positiv wertete der Übungsleiter, dass es seinen Farben über 60 Minuten gelang, die so immens wichtigen "einfachen" Tore zu machen. Darin enthalten war eine stabile Hintermannschaft, der der Trainer ein Extralob aussprach. Bis auf Marie Zeegers trugen sich gleich alle Neuzugänge in die Torschützenliste ein.
TVA: Doktor; Feldmann (5), Schauenburg (4), Höing (1), Zeegers, Paus (1), A. Scheja (4), Rink (4), Potthoff (4), Rink (4), Potthoff (4), Kern (5), Schmitz (1).
Der TV Aldenrade spielt in der neuen 3. Liga erstmals im DHB-Bereich. Los geht es aber mit dem Pokalspiel in Lobberich.
Zwei Dinge haben sich verändert. Der Name der Liga und die Namen der Gegner. Und dennoch: Die Aufgabe, vor der die Handballerinnen des TV Aldenrade stehen, ist ungleich schwieriger geworden. Dabei geht es wieder darum, Neunter zu werden, um die Klasse zu halten. Doch Fallobst gibt es in der neu geschaffenen 3. Liga West, die mit vier Staffeln die fünfgliedrige Regionalliga ersetzt, nicht. Das bedeutet auch, dass der TVA erstmals überhaupt auf DHB-Ebene spielt. Bevor die Walsumerinnen in einer Woche gegen den TV Beyeröhde starten, wird es bereits am Sonntag, 13.45 Uhr ernst. In der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals spielt der TVA beim TV Lobberich.
Worum es dabei geht? „Dass sich niemand verletzt“, sagt der neue Trainer Jörg Freund halb im Scherz und doch mit einer Menge Ernst. Viel wichtiger ist die Drittliga-Saison. Wieder gibt es fünf Absteiger, da die 2. Bundesliga zur Saison 2011/12 eingleisig wird. Die neuen Gegner haben eine Menge drauf. Wie die Roude Leiw Bascharage. Der erste Auswärtsgegner aus Luxemburg hat sich mit einer früheren Bundesliga-Spielerin und einer polnischen Nationalspielerin verstärkt. Das ist eine Hausnummer. Einen erneuten Durchhänger – wie in der zurückliegenden Spielzeit, als die Qualifikation für die neue Liga nur knapp geschafft wurde – kann sich Aldenrade also nicht leisten.
„Die Vorbereitung ist noch nicht abgeschlossen“, betont Freund daher. Auch die Personalsuche noch nicht. Ein oder zwei Spielerinnen könnten noch dazu kommen. Die Suche nach einer zweiten Torhüterin wird wohl intern gelöst werden. Dazu kam Verletzungspech. Aufgrund anhaltender Kniebeschwerden wird die als Neuzugang eingeplante Christina Dannhof nicht für den TVA spielen; bei Nina Heller steht die endgültige Diagnose zum befürchteten Kreuzbandriss noch aus.
Was das Sportliche angeht, kann der neue Coach allerdings zufrieden sein. „Wir sind sicher eine der fittesten Mannschaften der Liga“, betont Freund. Und auch während der Saison müssen die Spielerinnen in einem Fitnessstudio dafür sorgen, dass ihre Werte in Maximal- und Schnellkraft auf diesem Level bleiben.
Ebenfalls positiv: „Menschlich ist die Integration der fünf Neuen gelungen“, so der Trainer. „Aber es geht auch darum, dass alle mich kennenlernen.“ Im System hat sich einiges geändert, sodass das Team noch etwas Zeit braucht. Die Voraussetzungen jedoch, die scheinen diesmal zu stimmen.
Duisburg, 02.09.2010, Friedhelm Thelen

Eine tolle Zusammenarbeit besteht nunmehr seit gut 3 Monaten zwischen der 1. Damenmannschaft des TV Aldenrade und dem Fitness-Studio 2befit.
„Wir sind sicher eine der fittesten Mannschaften der Liga“, betont Freund. Das ist nicht zuletzt auf die idealen Trainingsmöglichkeiten bei 2befit zurückzuführen.
Doch die fruchtbare Kooperation wird auch während der Saison fortgesetzt: Die Spielerinnen müssen bei 2befit dafür sorgen, dass ihre Werte in Maximal- und Schnellkraft auf diesem Level bleiben
Drei Testspiele und zahlreiche Übungseinheiten absolvierten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade im Rahmen ihres Trainingslagers. Trainer Jörg Freund zeigte sich rundum zufrieden und lobte die Verantwortlichen.
Einen nicht gerade üblichen Weg gingen die Verantwortlichen des Handball-Drittligisten TV Aldenrade bei der Wahl ihres Trainingslagers: Sie entschieden sich für die vertraute Umgebung. So übernachtete die Mannschaft von Trainer Jörg Freund am vergangenen Wochenende im Walsumer Hotel Brücker, sämtliche Besprechungen fanden im Vereinsheim statt, wo die Mannschaft auch gemeinsam ihre Mahlzeiten einnahm. Neben zwei bis drei Trainingseinheiten an jedem Tag standen auch noch drei Spiele auf dem Programm: Zunächst testeten die Walsumerinnen den niederländischen Erstliga-Absteiger Loreal Venlo, tags darauf folgten die Spiele gegen die starken Oberligisten TV Lobberich und VfL Rheinhausen.
Danach zeigte sich der Trainer dann rundum zufrieden mit dem, was seine Mannschaft an den drei Tagen geleistet hatte. "Das war wirklich ein gutes Trainingslager. Wir haben wieder sehr intensiv trainiert, konnten zudem einiges ausprobieren", berichtete der Trainer. So nahm ließ er etwa zwei der Tests filmen und analysierte das Material gemeinsam mit der Mannschaft. Außerdem tat der TVA viel für das Teambuilding. "Die Stimmung ist wirklich sehr gut", sagte Freund. "Die Mannschaft harmoniert immer besser", freute sich auch der designierte Frauenwart Martin Schulz.
In einer Gesprächsrunde formulierten die Spielerinnen außerdem ihre Ziele für die Spielzeit. Dabei ging es aber weder um das offizielle Ziel des Vereins, sondern um andere Dinge, "die aber intern sind – und auch bleiben", so Freund. Das Saisonziel für seine Mannschaft ergebe sich hingegen von selbst: "Wir wollen am Ende besser stehen als Platz zehn. Das wird schwer genug. Aber die Spielerinnen sind bereit alles dafür zu tun, das ist an diesem Wochenende klar geworden", ergänzte Freund, der die Verantwortlichen lobte: "Sie sind immer präsent und sehr bemüht." Einziger Wermutstropfen für Freund war somit, dass sein "Co" Christian Hampel auf einem Trainerlehrgang weilte, er deswegen alle Strapazen alleine meistern musste. "Das war der einzige Punkt, der nicht gerade ideal war", sagte Freund.
In der ersten Partie im Rahmen des Trainingslagers zeigten die Walsumerinnen eine starke Leistung auf hohem Niveau. Zwar verloren die Walsumerinnen 24:26 (12:14), hielten aber über die komplette Spielzeit mit. Auch gegen Lobberich, das als erster Aufstiegsanwärter in der Oberliga Niederrhein gilt, steigerte sich die Truppe nochmals. "Es war wichtig zu sehen, dass an der Feinabstimmung gearbeitet wurde und die Mannschaft die Fehler des Vortages abstellte", analysierte Schulz.
Kämpferisch beeindruckend
Gegen den hochmotivierten Nachbarn aus Rheinhausen mit den ehemaligen TVA-Spielerinnen Tanja Ludwig und Danika Ingenbold lieferten Kerstin Höing und Co. eine vor allem kämpferisch beeindruckende Vorstellung ab, hatten allerdings in der Anfangsphase große Probleme mit der 4:2-Deckung der Gäste. "Wir haben das Tempo diktiert, und auch das Kurzpassspiel war phasenweise richtig gut", freute sich Freund.
Heute Abend geht es für den TVA bereits weiter: Die Freund-Sieben testet beim benachbarten Oberligisten SV 08/29 Friedrichsfeld.
Aldenrade - Loreal Venlo 24:26 (12:14)
TVA: Maaser; Kern (7/3), Schauenburg (4), A. Scheja (4), Rink (2), Potthoff (2), Schmitz (1), Heller (1), Höing (1), Paus (1), Feldmann (1).
TV Aldenrade - TV Lobberich 27:24 (19:16)
TVA: Maaser; Kern (10/3), Potthoff (6), Schmitz (3), Höing (3/1), Feldmann (2), Schauenburg (1), Rink (1), A. Scheja.
TV Aldenrade - VfL Rheinhausen 35:28 (16:15)
TVA: Maaser; Höing (8/3), Kern (6), Rink (5), Schauenburg (4/1), Schmitz (3), A. Scheja (3), Feldmann (3), Paus (2), Potthoff (1).

Wie praktisch, dass die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldenrade ihr Trainingslager in der eigenen Halle in Walsum abhielten. So konnten die Verantwortlichen auf den Ausfall der erkrankten Torfrau Manuela Doktor auch spontan reagieren. "Britta Maaser aus der Reserve ist sofort eingesprungen. Dafür gilt ihr ein dickes Dankeschön", lobte der designierte Frauenwart Martin Schulz. Neben Doktor musste Trainer Jörg Freund während der beiden anstrengenden Tage auch weiter auf Neuzugang Marie Zeegers verzichten, die sich von ihrer Stimmbandentzündung noch nicht erholt hat.
DOPPELTER AUSFALL
Ein dicker Wermutstropfen blieb am Rande des Trainingslagers des Handball-Drittligisten TV Aldenrade am vergangenen Wochenende doch für Trainer Jörg Freund: Rückraumspielerin Nina Heller zog sich gleich im ersten Test eine Knieverletzung zu. Nun hofft der Übungsleiter, dass es sich um keine schlimmere Blessur handelt, die eine längere Pause nach sich zieht. "Wir hoffen inständig, dass es nicht mehr ist als der Bluterguss, den man aktuell sehen konnte", sagte Freund.
Eine genaue Diagnose soll in den kommenden Tagen folgen, sobald die Schwellung zurückgegangen ist. Komplett verzichten muss der Trainer hingegen auf Christina Danhof, die eigentlich vom PSV Recklinghausen zurück zum TVA wechseln wollte. Anhaltende Kniebeschwerden lassen die Belastungen des Leistungssports für sie nicht mehr zu. "Das ist natürlich ein Verlust, wir haben fest mit ihr geplant. Es tut mir auch sehr leid für die Spielerin, die sicher lieber spielen würde als nichts zu machen", erklärte Freund.
Nicht zuletzt wegen dieser beiden Ausfälle bekräftigte der Trainer nochmals, dass er unbedingt noch eine Verstärkung für den Rückraum verpflichten möchte. "Da ist aber leider noch kein Land in Sicht", so Freund.
Eine 23:25 (12:12)-Niederlage kassierten die Drittliga-Damen des TV Aldenrade im Test beim TV Schwitten. Gegen den Oberligisten waren den Walsumerinnen die vielen harten Einheiten der Vorwochen deutlich anzumerken.
"Wir haben sehr viel im Bereich Fitness und Athletik gemacht. Das war für die Mädels keine einfache Zeit, und die eine oder andere dürfte mich auch verflucht haben. Das wird uns in der Saison aber zugute kommen", resümierte Trainer Jörg Freund, der sich mit der Vorstellung zufrieden zeigte, da seine Truppe bei nachlassenden Kräften sichtbar auf die Zähne biss. "Die Woche trainingsfrei hat sich die Mannschaft redlich verdient", ergänzte Freund.




Der TV Aldenrade hat die ersten Wochen der Vorbereitung auf die neue 3. Handball-Liga der Frauen hinter sich gebracht.
Aufeinander hören, sich verstehen, ohne etwas zu sagen – einander vertrauen. Das sind Eigenschaften, die sich ein Trainer von seiner Mannschaft wünscht. Genau daran hat Jörg Freund mit den Handballerinnen des TV Aldenrade gearbeitet. „Einer Spielerin wurden die Augen verbunden und musste mit Hilfe einer Mannschaftskollegin, die aber nicht sprechen durfte, zwei Gegenstände finden, die auf dem Sportplatz verteilt werden“, berichtet der neue Coach der Walsumerinnen über seine Teambuildingmaßnahme während des ersten Trainingslagers.
Ansonsten standen seit dem Trainingsauftakt des Drittligisten am 22. Juni vor allem Kraft-, Grundlagen- und Ausdauertraining im Mittelpunkt des Geschehens. An sich eine Selbstverständlichkeit, aber eben auch eine Qualität, die der Vorbereitung der vergangenen Saison gefehlt hätte – was dem TVA beinahe die Qualifikation für die neue 3. Liga gekostet hätte.
Sieben Neuzugänge – Marie Zeegers, Maike Kern (beide TuS Lintfort), Anja Bing (VT Kempen), Annika Paus (Gracemount Edinburgh HC), Christina Dannhof (PSV Recklinghausen), Julia Potthoff (HSG Düsseldorf) und Sabrina Schmitz (TV Bruckhausen) – verstärken das Team. Allerdings könnten noch weitere Spielerinnen dazu kommen. „Wir sind noch auf der Suche nach einer weiteren Torhüterin sowie einer Rückraumspielerin“, so Freund. Neben erhöhter Qualität würde das auch die zuletzt magere Quantität verbessern. Immerhin haben mit Kim Spiecker (Mettmann-Sport), Tanja Ludwig (VfL Rheinhausen), Christin Opladen (Ziel unbekannt), Carina Hering (2. Mannschaft), Steffi Fenneken und Indra Bouten (hören auf) auch sechs Spielerinnen das Team. Da wegen der anstehenden Zweitliga-Reform erneut nur der neunte Platz zum Klassenerhalt reicht, ist genau der das Ziel. „Wer was anderes ausgibt, muss wirklich eine Top-Truppe auf die Platte bringen“, so der Coach.
Positiv: Bislang war nur Marie Zeegers (Stimmbandentzündung) angeschlagen; sie hat das Training aber wieder aufgenommen. Auch die Spielformen stehen immer wieder im Vordergrund – wie beim ersten Test gegen Friedrichsfeld (35:15). „Aber erst nach dem zweiten Trainingslager vom 20. bis 22. August werden wir genau festlegen, wer auf welcher Position spielt.
Kaum da, schon wieder weg: Handball-Drittligist TV Aldenrade hatte Allrounderin Anja Bing bereits als Neuzugang vermeldet. Nach einigen wenigen Trainingseinheiten hat die 20-Jährige aber bereits wieder ihren Abgang verkündet, da ihr der Aufwand wegen ihrer Ausbildung bei der Polizei zu hoch sei. Sie schließt sich dem Landesligisten DJK Tura 05/Styrum 06 an.
11. Juli 2010: TV Aldenrade - SV Friedrichsfeld 36:18 (14:8)
TVA: Doktor; Kern (7), Scheja (6), Feldmann (5), Rink (5), Schauenburg (4), Potthoff (4), Paus (4) und Schmitz (1).
Am letzten Spieltag gab es leider nicht nur die Qualifikation für die neue 3. Liga West zu feiern, sondern auch tränenreiche Verabschiedungen vorzunehmen: