1. Damen - Regionalliga 2008/2009

Spielplan Regionalliga - Saison 08/09

S 35:31

 HSG Blomberg-Lippe

S 31:28

N 24:25

 Bayer Leverkusen II

S 33:31

N 30:33

 SG K'heide-Schötmar

N 21:27

S 33:28

 Königsborner SV

N 27:29

S 31:27

 HSG Siebengebirge

S 27:22

S 29:22

 TV Strombach

S 28:17

U 20:20

 1. FC Köln

S 37:28

S 28:27

 VT Kempen

N 25:28

N 25:28

 TuS Eintr. Oberlübbe

S 28:27

N 29:32

 TuS Nettelstedt

N 28:32

S 29:23

 SV Teutonia Riemke

U 27:27

S 27:20

 HSG Union 92 Halle

N 24:28

N 20:32

 HSV Gräfrath

S 27:20

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fettdruck: Heimspiele

WHV-Pokal

1. Runde: DJK BTB Aachen - TV Aldenrade 25:28 (10:12)

2. Runde: TV Aldenrade - VT Kempen 28:26 (13:15)

dadurch ist der TVA für den DHB-Pokal qualifiziert.

Torschützen Saison 2008/2009

 


Name


Spiele


Tore


Schnitt


1.

Carmen Feldmann

26

137/11

5,3

2.

Kim Spieker

25

136/15

5,4

3.

Kerstin Höing

25

106/60

4,2

4.

Denise Schauenburg

26

99/1

3,8

5.

Carina Hering

25

75/16

3,0

6.

Indra Bouten

19

47

2,5

7.

Conny Reimering

16

38/1

2,4

8.

Tanja Ludwig

25

33

1,3

9.

Daniela Rink

23

29

1,3

10.

Alice Scheja

23

23

1,0

11.

Danika Ingenbold

3

0

0

12.

Tabea Rath

0

0

0

13.

Manuela Doktor (TW)

19

0

0

14.

Steffi Fenneken (TW)

23

0

0

15.


Andrea Lubrich (TW)


4


0


0


 

 

 

723/104

 

 

Lange gezittert

Obwohl sich die Handballerinnen des TV Aldenrade schnell an die Regionalliga gewöhnten und die Vorgabe von Trainer Karl-Rudolf Becker erreichten, mussten sie bis zwei Wochen vor Saisonende um den Klassenerhalt zittern.

Kurios verlief die Saison für die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade. Obwohl die Mannschaft sich dank der wieder einmal hervorragenden Arbeit von Karl-Rudolf Becker schnell an die neue Spielklasse gewöhnte, gerade am heimischen Driesenbusch etliche spielerische Glanzpunkte setzte und auch das vom Trainer geforderte Ziel "22 Punkte plus x" zügig erreichte, musste die Truppe bis kurz vor Saisonende um den Liga-Verbleib bangen. Am Ende schaffte es der TVA aber doch – ein Zusammenspiel von drei Faktoren.

Euphorie setzt Energien frei

Zunächst ist da die konsequente Arbeit des Vereins. Noch nie spielte die Mannschaft in der dritthöchsten Spielklasse, noch nie besuchten so viele Zuschauer regelmäßig den Driesenbusch – all dies entfachte eine unglaubliche Euphorie im Verein und auch seinem Umfeld, die positive Energien freisetzte. "Das hat den Verein eindeutig weitergebracht. Vor allem der Wille unseres 1. Vorsitzenden Peter Hoppe, die Mannschaft in der Regionalliga zu halten, war sehr wichtig für uns", erinnert sich Becker an die Wochen nach der Oberliga-Meisterschaft und der Saisonvorbereitung.

Dann profitierte die Mannschaft natürlich von ihrem Übungsleiter. Fünf Aufstiege feierte "Katsche" bereits in seiner Laufbahn, vier Mal gelang es ihm mit den jeweiligen Aufstiegsmannschaften eine gute Platzierung im Abschlussklassement zu erreichen, so wie zuletzt mit den TVA-Damen, die letztlich Siebter wurden. Und mit etwas mehr Konstanz und Substanz wäre sicher auch Platz vier möglich gewesen. "Was mir mit den Herren des TVA ein Mal passiert ist – der Abstieg aus der Oberliga – sollte unter keinen Umständen noch einmal passieren. Dafür habe ich mit allem, was mir zur Verfügung steht, gekämpft, mit sehr harten Bandagen – für die Mannschaft", erläutert Becker.

So wurde die Mannschaft verstärkt, und auch strukturell passierte viel, wie etwa die Busfahrten zu den Auswärtsspielen belegen. Als Krönung der Personalpolitik bezeichnet Becker noch heute die Verpflichtung der ehemaligen Bundesliga-Torfrau Manuela Doktor, aber auch Linkshänderin Kim Spiecker erwies sich als Volltreffer.

Wie erhofft entwickelt

Zu guter Letzt musste bei all diesen Faktoren die Mannschaft mitspielen – und sie entwickelte sich, wie von Becker erhofft. Das taktische Grundkonzept stand schnell, und so gab es nur ganz wenige Partien, in denen der TVA keine Chance hatte. Dazu entwickelten sich einige Spielerinnen auch individuell hervorragend weiter, so dass der scheidende Trainer auch für die nächste Saison gute Chancen sieht, "falls die Mannschaft aus den wenigen Fehlern gelernt hat und sie abstellt". Hoffentlich trauern sie Becker in Walsum nicht schnell nach – denn unter gewissen Voraussetzungen hätte er sicher weiter gemacht. "Aber Busse, Bälle, Wasser, Äpfel, Kakao, Training, Spielvorbereitung – und dann noch die Spiele. Das war ein bisschen viel."

FAZIT

"Katsche" Becker hat wieder einmal seine Klasse unter Beweis gestellt, eine Mannschaft geformt, die sich vor keinem Gegner in der Liga verstecken musste, wie der Sieg gegen Meister Gräfrath am letzten Spieltag bewies. Nur die latente Auswärtsschwäche und die ab und an mangelnde Einstellung der Mannschaft blieben in einer herausragenden Spielzeit negativ haften.

Dieter Schölwer übernimmt TVA-Frauen

Früherer ETuS-Trainer kommt vom TB Oberhausen als Nachfolger von Katsche Becker nach Aldenrade.

Der TV Aldenrade hat es nun doch geschafft – und einen Trainer für die Handball-Frauen in der Regionalliga gefunden. Dieter Schölwer übernimmt die Walsumerinnen zur neuen Saison und tritt damit die Nachfolger von Karl-Rudolf Becker, der künftig die Männer des TSV Bocholt coachen wird.

Schölwer ist in Duisburger Frauen-Handball kein Unbekannter. Der Trainer, der seit 2006 die Damen des TB Oberhausen in der Landes- und Verbandsliga betreut hat, war von 1991 bis 2000 Trainer des ETuS Wedau und führte den jetzigen Oberliga-Tabellenführer von der Bezirksliga in die Oberliga. Danach übernahm er für zwei Jahre die Wedauer Männer. Seiner Trainertätigkeit begann bei der GSG Duisburg, für die er viele Jahre in der Verbandsliga als Torwart aktiv war. Zunächst wurde er Nachwuchstrainer in Großenbaum, ehe er die Frauen von TuRa Dümpten übernahm.

„Die Gespräche haben gezeigt, dass er sowohl hinsichtlich der Damen-Regionalliga über weitreichende Kenntnisse verfügt, als auch über das Leistungsvermögen unseres Kaders”, so Abteilungsleiter Thomas Gunkel.

Quelle: DER WESTEN - NRZ-Duisburg

Eine ähnliche Rolle wie in diesem Jahr

Lang war sie, die Suche nach einem Nachfolger für Erfolgstrainer Karl-Rudolf Becker. Nach einigen Irritationen ging dann aber alles ganz schnell, und nun ist der neue Übungsleiter für die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade gefunden. Dieter Schölwer, aktuell beim Verbandsligisten Tb Oberhausen aktiv, übernimmt die Geschicke in der kommenden Spielzeit. In seiner langen Trainerkarriere feierte er seit 1978 bereits acht Aufstiege, führte unter anderem ETuS Wedau in die Oberliga. RP-Mitarbeiter Sebastian Mühleis sprach mit dem 46-Jährigen.

Herr Schölwer, wie ist der Kontakt zum TV Aldenrade so kurzfristig zustande gekommen.

Schölwer Zum einen über Frauenwartin Siggi Grijsels, da gab es schon einmal ein Gespräch, aber das war noch vor der Zeit von Heidi Kutsch. Und über Carmen Feldmann, mit der ich beim ETuS Wedau lange zusammen gearbeitet habe. Nach einigen geplatzten Dingen sind sie wohl auf mich gekommen, und wir haben dann auch schnell zusammengefunden.

Reibungslos?

Schölwer Es gab wirklich nur drei Kontakte. Ein Telefonat, ein Treffen, noch ein Telefonat. Dann war alles klar. Ich habe schnell gemerkt, dass der Verein die gleiche Wellenlänge fährt wie ich.

Wie lauten Ihre Ziele für die kommende Spielzeit?

Schölwer Ich denke, wir müssen uns weiter konsolidieren, das zweite Jahr ist ja meist schwieriger. Und ich muss natürlich noch mit der Mannschaft sprechen. Aber das Ziel des Vereins ist es, die Mannschaft in der Liga zu etablieren, und daher sag ich einfach mal, dass wir eine ähnliche Rolle wie in diesem Jahr spielen wollen.

Durch Ihre späte Verpflichtung sind Sie auch mit Neuverpflichtungen spät dran – wie sieht es da aus?

Schölwer Es ist noch kein Transfer endgültig unter Dach und Fach, aber wir haben zwei bis drei Kontakte zu Spielerinnen, die uns definitiv verstärken würden. Und ich hoffe, dass es uns gelingt, diese Spielerinnen zu verpflichten.

Quelle: RP-ONLINE

Schölwer Nachfolger von Becker

Dieter Schölwer wird neuer Trainer beim Frauenhandball-Regionalligisten TV Walsum-Aldenrade und tritt damit die Nachfolge von Karl Rudolf „Katsche” Becker an.

Der mit langjähriger Erfahrung im Damenhandball ausgestattete Schölwer kommt vom Damen-Verbandsligisten TB Oberhausen.

Schölwer spielte aktiv bei der GSG Duisburg, wo er anschließend auch acht Jahre lang als Jugendtrainer tätig war. Nach seinen nächsten Trainerstationen bei Tura Dümpten, ETuS Wedau, Jahn Bockum und KL Krefeld wurde er vom TB Oberhausen engagiert. Mit der Damenmannschaft stieg der 46-Jährige seit 2006 zweimal in die Verbandsliga auf.

Beim TV Aldenrade ist man überzeugt, mit Schölwer die richtige Wahl getroffen zu haben. Nachdem die Trainerfrage und damit das künftige Konzept geklärt sind, sollen bald die weiteren Detailplanungen für die kommende Spielzeit beginnen. Hierbei ist bei den Aldenradern ein enger Austausch zwischen Dieter Schölwer, Katsche Becker und Siggi Grijseels vorgesehen.

Quelle: DER WESTEN -WAZ-Duisburg

 

26. Spieltag

TV Aldenrade - HSV Gräfrath 27:20 (14:9)

TVA-DAMEN BESCHENKEN BECKER ZUM ABSCHIED

Einen schöneren Abschied hätten die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade ihrem Trainer Karl-Rudolf Becker nicht bescheren können. Denn nach dem fantastischen Auftritt gegen Meister HSV Gräfrath sprudelte das Lob für seine Mannschaft nur so aus dem Übungsleiter heraus. "Wir haben super gespielt. Das war wirklich die Krönung für die letzten zweieinhalb Jahre. Meine Mannschaft hat gegen den Westdeutschen Meister einfach alles gezeigt, was sie kann", jubilierte "Katsche" nach dem 27:20 (14:9)-Kantersieg über den Liga-Primus.

Nachdem die Gastgeberinnen nach wenigen Minuten ihren Respekt vor dem Meister abgelegt hatten, übernahmen sie vollends das Kommando, ließen den starken HSV-Rückraum nie zur Entfaltung kommen.

Ein seltenes Sonderlob Beckers gab es auch noch: Der Trainer hob Denise Schauenburg und vor allem Alice Scheja für ihre starke Defensivleistung hervor.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (4/2), Schauenburg (2/1), Höing (3), Hering (2/1), A. Scheja (3), Rink (3), Ludwig (2), Spiecker (8/2), Bouten und Leinichen.

25. Spieltag

HSG Union Halle - TV Aldenrade 28:24 (14:13)

DEM TVA FEHLT AM ENDE EINFACH DIE SUBSTANZ

Spielerisch bewies Regionalliga-Aufsteiger TV Aldenrade beim Gastspiel bei der HSG Union Halle einmal mehr, dass er zu den stärksten Mannschaften der Liga gehört. Doch am Ende standen die Damen um Trainer Karl-Rudolf Becker mit leeren Händen da. Und für Becker gab es bei der Suche nach den Gründen für die 24:28 (14:13)-Niederlage kein Vertun. „Wir waren körperlich ohnehin unterlegen, und zum Schluss hat uns einfach die Substanz gefehlt.“ Verständlich, fehlte dem schmalen Kader mit Indra Bouten doch eine eminent wichtige Stütze.

Nach einem holprigen Start – der TVA lag schnell 2:5 hinten – drehten die Gäste spielerisch auf. Die taktischen Vorgaben Beckers griffen, und so drehten die Walsumerinnen das Spiel, schafften es aber mangels Physis nicht sich weiter abzusetzen. Die zweite Halbzeit verlief dann lange Zeit relativ ausgeglichen, ehe sich die Gastgeberinnen immer mehr absetzten. Beim 20:24 (48.) schien die Messe bereits gelesen, doch mit unbändigem Willen kämpften sich Carmen Feldmann und Co. noch einmal auf 23:25 (50.) heran – mehr war aber nicht drin.

„Ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft. Wenn man bedenkt, dass Halle als einer der Top-Kandidaten auf den Aufstieg galt, und wir als einer der Top-Kandidaten als Absteiger – von diesem Unterschied war heute wirklich nichts zu erkennen“, lobte Becker seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (6), Schauenburg (2), Höing (3/3), Hering (4), A. Scheja (2), Spiecker (6), Rink, Ludwig, Kugler (n.e.), Leinichen (n.e.).

Neuzugang

Nach und nach setzen die Verantwortlichen der Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade das Personalpuzzle für die kommende Spielzeit zusammen. Nachdem mit Dieter Schölwer ein Nachfolger für Karl-Rudolf Becker als Trainer gefunden, und bis auf Cornelia Reimering der komplette Kader die Zusage für eine weitere Spielzeit gegeben hat, präsentierten die Walsumer nun den ersten Neuzugang: Die 19-jährige Christin Opladen, die beim HSV Bocholt im linken Rückraum eine herausragende Saison in der Verbandsliga ablieferte, stößt zum TVA.

24. Spieltag

TV Aldenrade - Riemke 27:27 (16:13)

REMIS GEGEN RIEMKE RETTET DEN TVA NOCH NICHT GANZ

Das Zittern geht erst einmal weiter: Mit einem Sieg vor heimischer Kulisse gegen den SV Teutonia Riemke hätten die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade den Klassenerhalt zu einhundert Prozent unter Dach und Fach gebracht, nach dem unnötigen 27:27 (16:13)-Remis ist der Abstieg zumindest theoretisch weiter möglich.

Ohne die große Stütze Indra Bouten (beruflich verhindert) erwischte der TVA einen guten Tag, litt aber in der Folge an einem personellen Engpass, da sich die nach wenigen Minuten eingewechselte Daniela Rink eine Muskelverletzung zuzog und ebenfalls passen musste.

Fehlpässe der Knackpunkt

Trotzdem agierten die Walsumerinnen über weite Strecken souverän, verpassten es aber sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt wegen leichtfertiger Fehler einen Vorsprung von vier Toren weiter auszubauen. "Das war sicher der Knackpunkt, zumal sich im zweiten Abschnitt der Substanzverlust zu stark bemerkbar gemacht hat. Und dann haben wir die Bälle in zwei kurzen Phasen reihenweise weggeworfen", resümierte Trainer Karl-Rudolf Becker leicht angesäuert nach dem Schlusspfiff.

In der hart geführten Partie, in der man beiden Seiten anmerkte, dass es um viel ging, ließen die Gastgeberinnen trotz vorheriger Warnung sowohl Spielertrainerin Alice Vogler als auch der bärenstarken Linkshänderin Lea Imping zu viele Lücken, so dass das Duo jeweils auf acht sehenswerte Treffer kam. "Die beiden konnten wir gerade in ,Eins-gegen-Eins'-Situationen nicht halten", meinte Becker.

Kurios waren auch zwei Gegentreffer, die der TVA nach Torwart-Wechseln kassierte – in der Vorwärtsbewegung ging der Ball verloren, das Tor war jeweils verwaist.

TVA: Doktor, Fenneken; Rink, Feldmann (5), Schauenburg (7), Höing (7/5), Reimering, Hering (4), A. Scheja (1), Ludwig, Spiecker (3).

23. Spieltag

TuS Nettelstedt - TV Aldenrade 32:28 (14:9)

BECKER TRÄGT DIE NIEDERLAGE MIT FASSUNG

Seine Lust auf Handball ließ sich "Katsche" Becker, Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade, auch von der abermaligen Auswärtsniederlage nicht verderben. Am Sonntag saß Becker in Begleitung seines Trainerkollegen Roland Frank auf der Tribüne beim Oberliga-Herren-Spiel von Hamborn 07.

Das 28:32 vom Vorabend schien Becker gut verdaut zu haben. "Das war wieder so ein typisches Auswärtsspiel von uns", sagte Becker, ohne sich dabei großartig aufzuregen. Nach ausgeglichenem Beginn verloren die Duisburgerinnen in einem insgesamt schwachen Spiel wenige Minuten vor der Pause den Faden und lagen mit fünf Treffern hinten. "Dann haben wir noch einmal umgestellt, aber auch das hat nicht geholfen. Dazu war der Gegner einfach zu routiniert", bilanzierte Becker.

Wie schon in vielen Auswärtsbegenungen zuvor ließen die Walsumerinnen auch in Lübbecke Biss und die richtige Einstellung vermissen. Becker: "Der Aufwand, den wir und auch die Fans bei solchen Fahrten betreiben, steht in keinem Verhältnis zu dem, was die Mannschaft zeigt."

TVA: Fenneken, Doktor; Feldmann (10/4), Spieker (8), Hering (3), Höing (3/2), Ludwig (2), Schauenburg (2) und Rink.

22. Spieltag

TV Aldenrade - Eintracht Oberlübbe 28:27 (15:11)

HALLE AM DRIESENBUSCH WIEDER EINE FESTUNG

Die Halle am Driesenbusch gleicht weiterhin einer Festung. 23 Heimspiele in Folge gingen die Walsumer Handballerinnen nur dreimal als Verlierer vom Platz. So war auch der 28:27 (15:11)-Sieg im Regionalligaspiel gegen TuS Eintracht Oberlübbe keine Überraschung, wenngleich die TVA-Fans in der zweiten Halbzeit mächtig um den 24. Zwie-Punkte-Erfolg daheim bangen mussten.

Dabei hatten sich die Gastgeberinnen bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung herausgespielt. "Die Führung hätte noch deutlicher ausfallen können. Wir haben unsere Kombinationen durchgespielt und zum Teil auch sehr schöne Tore gemacht", freute sich Trainer Katsche Becker.

Nach der Pause präsentierten sich die Walsumer nicht mehr von ihrer Schokoladenseite. "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, aber die Mannschaft hatte auf einmal butterweiche Knie", haderte Becker. Zehn Minuten vor, beim Stand von 22:22, drohte das Spiel zu kippen. Becker: "Die Deckungsarbeit war grausam, und auch im Angriff haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Mit etwas Glück haben wir das Spiel dann noch gewonnen."

TVA: Fenneken, Doktor; Feldmann (7), Bouten (6), Schauenburg (5), Spieker (5/1), Höing (4/2), Hering (1), Rink, Scheja und Ludwig.

21. Spieltag

VT Kempen - TV Aldenrade 28:25 (18:11)

COACH BECKER VERSCHLÄGT ES DIE SPRACHE

Betont wortkarg trat TVA-Trainer "Katsche" Becker die Heimreise aus Kempen an. Das 25:28 (11:18) gegen die VT Kempen hatte es dem Trainer des Frauenhandball-Regionalligisten TV Aldenrade doch glatt die Sprache verschlagen.

Schon nach wenigen Minuten waren die Rollen klar verteilt. Während die Gastgeber, die dem TVA in dieser Saison schon zweimal unterlegen waren, mächtig auf die Tube drückten, beließen es die Walsumer dabei, im Sparmodus zu agieren. So zogen die Kempener über 4:0 und 9:1 bis zu Pause auf 18:11 davon. "Wir dürfen uns jetzt nur nicht hängen lassen", hatte Becker im Vorfeld seine Mannschaft in die Pflicht genommen. Den Beweis, enerbib Spielen noch neue Ziele - etwa Platz drei - realisieren zu wollen, blieben die Duisburger schuldig.

Denn dass das Ergebnis es am Ende nach einem halbwegs spannenden Spiel aussah, lag vornehmlich daran, dass auch die Gastgeber einen Gang zurückschalteten. "In der zweiten Halbzeit konnten wir das Ergebnis noch besser gestalten. Das lag aber nicht unbedingt an uns. Mehr möchte ich dann auch nicht dazu sagen", so Becker.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (6), Spieker (6/1), Schauenburg (5), Ludwig (4), Hering (3), Reimering (1), Höing, Scheja und Rink.

20. Spieltag

TV Aldenrade - 1. FC Köln 37:28 (16:11)

GALA-VORSTELLUNG GEGEN KÖLN

Auch die ganz großen Pessimisten dürften sich nun entspannt zurücklehnen. Mit dem souveränen 37:28 (16:11)-Sieg über den 1. FC Köln räumten die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt aus. Bei acht Punkten Vorsprung auf den zehnten Platz - der im ungünstigsten Fall noch den Abstieg bedeuten könnte - brennt nichts mehr an. "Das war eine Galavorstellung. In Sachen Dynamik und Spielzügen sucht dieser Auftritt seinesgleichen", kam TVA-Trainer Katsche Becker aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Gegen die Domstädter passte aber auch alles. Nur am Anfang konnten die Gäste mithalten, die durchgängige Führung der Walsumer geriet aber nie in Gefahr. "Wir waren hochmotiviert bei der Sache. Von der Leidenschaft her war das eine Topleistung", lobte Becker auch den Willen seiner Mannschaft.

Bereits Mitte der zweiten Hälfte war das Spiel dann endgültig zu Gunsten der Duisburger Nordlichter gelaufen. Als der TVA bereits uneinholbar mit zehn Toren führte (28:18), ließen die Duisburger hinten mehr zu. "Wir hatten diesmal eine starke Deckung und sind super Konter gelaufen. Dass wir hinterher noch mehr Tore kassiert haben, kann ich nicht übel nehmen", so Becker.

Sechs Spiele stehen nun bis zum Saisonende noch aus. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) geht es mit dem Spiel beim VT Kempen weiter.

TVA: Doktor, Fenneken; Schauenburg (9), Spiecker (7), Höing (6/3), Feldmann (4), Rink (4), Hering (3/1), Bouten (2), Scheja (1) und Ludwig (1).

19. Spieltag

TV Aldenrade - TV Strombach 28:17 (14:8)

IMMER MIT DER RUHE

Zwei Punkte darf der TVA nun getrost auf seiner Vorhaben-Liste abhaken. 22 Punkte waren als Saisonziel ausgegeben - geschafft! Und ein starkes Spiel gegen den TV Strombach war gewünscht - erfüllt! Mit dem 28:17 (14:8)-Erfolg über das Tabellenschlusslicht konnten die Walsumer einmal mehr unterstreichen, dass sie in ihrer Premierensaison sicher nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden.

"Das war von Anfang an eine konzentrierte Leistung. Es war so, wie ich es erhofft hatte. Die Mannschaft war sehr fokussiert", war auch Trainer Katsche Becker zufrieden. Winzig in der Anfangsphase lief es für die Duisburgerinnen nicht 100-prozentig rund. "Da haben wir uns durch das Auslassen von Großchancen nicht absetzen können", so Becker, der von der Linie aus eingreifen musste. In der Folge erkämpften sich die Gastgeber sieben Ballgewinne in Serie, zogen davon. Die offensive Deckung der Gäste bereitete dem TVA erwartungsgemäß keine Probleme. Becker: "Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Im Endeffekt hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können."

TVA: Fenneken, Doktor; Spiecker (6), Schauenburg (6), Höing (6/4), Feldmann (2), Bouten (2), Hering (2), Rink (2), Reimering (1), Ludwig (1) und Scheja.

WHV-Pokal - 2. Runde

TV Aldenrade - VT Kempen 28:26 (13:15)

VERDIENT IN DEN DHB-POKAL

In der zweiten Runde des WHV-Pokals setzte sich Regionalligist TV Aldenrade 28:26 gegen den Liga-Konkurrenten VT Kempen durch. Beide Teams waren stark ersatzgeschwächt, was der Spannung keinen Abbruch tat.

Fast alle Wünsche von Karl-Rudolf Becker wurden erfüllt. Vor dem Spiel in der zweiten Runde des WHV-Pokals gegen den Liga-Konkurrenten VT Kempen, in dem es um den Einzug in den DHB-Pokal ging, wünschte sich der Trainer des Damen-Regionalligisten drei Dinge: Eine offene Deckung bei den Gästen, um für die kommenden Aufgaben üben zu können sowie mehr Einsatz- und Laufbereitschaft von seinen Spielerinnen. Zumindest im zweiten Abschnitt gehorchten die bärenstarke Carmen "Flummi" Feldmann und Co., sicherten sich so gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste einen verdienten 28:26 (13:15)-Erfolg.

Während Becker mit Kerstin Höing, Indra Bouten und Carina Hering gleich auf drei Rückraum-Stützen verzichten musste, die normalerweise auch in der Abwehr großen Halt geben, fehlten seinem Gegenüber René Baude urlaubs- und krankheitsbedingt noch mehr Spielerinnen. Und auch seine zweitbeste Torjägerin, Sandra Ewert, vor der Becker seine Farben eindringlich gewarnt hatte, verbrachte mehr Zeit auf der Bank als auf dem Parkett.

Muntere Partie

Trotzdem entwickelte sich eine muntere Partie, beide Seiten spielten befreit auf und verzückten so die Zuschauer auf den nicht gerade üppig besetzten Tribünen.

"In der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden", ärgerte sich Becker auch kurz nach dem Schlusspfiff über die blasse erste Hälfte. Seine laute Halbzeitansprache wirkte aber sichtlich, und so konnte der Coach am Ende mehr als zufrieden sein. "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Leistung deutlich gesteigert. In Stresssituationen haben uns dabei wieder einmal unsere Konzeptionen Sicherheit verliehen. Letztlich sind wir also verdient in den DHB-Pokal eingezogen", resümierte Becker.

Bestnoten verdienten sich neben Irrwisch Feldmann noch Torfrau Manuela Doktor, die im zweiten Abschnitt Steffi Fenneken ablöste, und die treffsichere Linksaußen Daniela Rink.

Abmeldung verpasst

Weder der TV Aldenrade noch die Gäste aus Kempen wollten eigentlich an der Pokalrunde teilnehmen, doch auf beiden Seiten wurde die Abmeldung aus dem Wettbewerb verpasst. Als es nun aber ausgerechnet gegen einen Liga-Konkurrenten um den Einzug in den DHB-Pokal ging, waren beide Seiten hochmotiviert.

TVA: Fenneken, Doktor; A. Scheja (4), Spiecker (5), Reimering (4), Schauenburg (2), Rink (4), Ludwig (1), Feldmann (8/3).

18. Spieltag

TV Aldenrade - HSG Siebengebierge 27:22 (13:7)

MAUER GESPRENGT

Zufrieden war Katsche Becker mit dem Spiel gegen die HSG Siebengebierge-Thomasberg nicht. Dabei konnte der Trainer des Frauenhandball-Regionalligisten TV Aldenrade nicht einmal seine eigene Mannschaft schelten, denn der 27:22 (13:7)-Sieg war verdient und nie in Gefahr. Schön anzusehen war die Partie aber nicht.

"Der Gegner hat vonder ersten Minute an nichts anderes gemacht, als das Spiel zu zerstören. Das war alles sehr zäh", haderte Becker mit der Mauertaktik der Gäste. Mit einer offenen Deckung versuchten die Mittelrheinerinnen den TVA zu zermürben und so fanden oft nur Carina Hering und Indra Bouten ihren Weg durch die gegnerischen Reihen. "Wir haben einige Fehler gemacht. Im Mittelblock und auf Außen hat nicht alles geklappt. Unterm Strich zählt aber nur der Sieg", so Becker.

TVA: Doktor, Fenneken; Schauenburg (7), Feldmann (7/3), Bouten (5), Hering (2), Reimering (2/1), Höing (1), Scheja (1), Ludwig (1), Spieker und Rink.

17. Spieltag

Königsborner SV - TV Aldenrade 29:27 (15:15)

TVA-NIEDERLAGE VERSCHLÄGT KATSCHE DIE SPRACHE

Das Spiel hätte Katsche Becker, Trainer des Frauenhandball-Regionalligisten TV Aldenrade, fast die Sprache verschlagen. Und so blieb Becker nach der 27:29 (15:15)-Niederlage gegen den abstiegsbedrohten Königsborner SV wortkarg. "Die Mannschaft hat in keiner Phase der Partie eine Einstellung zum Spiel gefunden", schimpfte Becker.

Dabei hatte seine Mannschaft einen ordentlichen Start erwischt. Der TVA führte nach gut einer Viertelstunde mit drei Toren (12:9).

Nur Manuela Doktor in Normalform

Dann aber verloren die Walsumerinnen den Faden, leisteten sich zahlreiche technische Fehler und erlaubten dem Gegner damit zur Pause auf 15:15 auszugleichen. "Wir haben etliche katastrophale Fehlpässe gespielt", meckerte Becker weiter. Im zweiten Durchgang wurde dann alles nur noch schlimmer. Zwischenzeitlich lagen die Aldenrader mit sechs Toren hinten. Einzig Torhüterin Manuela Doktor konnte ihre Normalform abrufen. Becker niedergeschlagen: "Wir haben keine Einstellung zum Gegner gefunden."

TVA: Fenneken, Doktor; Spieker (8/3), Hering (5/1), Höing (4/1), Bouten (3), Rink, Feldmann, Schauenburg (je 2), Scheja und Ludwig.

WHV-Pokal

DJK BTB Aachen - TV Aldenrade 25:28 (10:12)

Während TVA-Trainer Karl-Rudolf "Katsche" Becker noch immer seinen Kurzurlaub in der Lüneburger Heide genoss, musste sich seine Mannschaft gegen die klassentieferen Gastgeber sichtlich mühen, um das Weiterkommen zu sichern. "Es war ein Arbeitssieg, aber ein souveräner Arbeitssieg", resümierte Co-Trainer Christian Hampel, der in Aachen in der Verantwortung stand. Ohne eine ganze Reihe von Stammspielerinnen taten sich die Walsumerinnen zuächst schwer, fanden erst Mitte der ersten Hälfte so richtig ins Spiel. "In den ersten 15 Minuten lief in der Deckung gar nichts zusammen, erst danach haben wir besser gestanden und über Gegenstöße Tore gemacht", so Hampel.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (9), Spieker, Ingenbold (je 5), Schauenburg (4), Scheja (3), Rink, Ludwig (je 1).

16. Spieltag

TV Aldenrade - Knetterheide-Schötmar 21:27 (11:13)

KATSCHE SCHWÄRMTE

Gegen Knetterheide-Schötmar sah der TVA-Coach in der ersten Halbzeit "ein ganz tolles Regionalligaspiel."

Der Lärm in der Halle am Driesenbusch war ohrenbetäubend. Einen ganzen Schwung lautstarker Fans hatte die SG Knetterheide-Schötmar zum Regionalliga-Auswärtsspiel gegen den TV Aldenrade mitgebracht. Am Ende waren die Walsumer Handballerinnen zwar alle knapp einem Höhrschaden entgangen, nicht jedoch einer etwas zu deutlichen 21:27 (11:13)-Niederlage.

Die konnten die Duisburger Nordlichter aber allemal verschmerzen, denn gegen den Aufstiegsaspiranten aus Bad Salzuflen machte der TVA eine gute Figur. "Ich bin mit dem, was wir gespielt haben, sehr zufrieden", zog auch Trainer Karl-Rudolf "Katsche" Becker eine positive Bilanz.

Die temporeiche Anfangphase, in der sich beide Teams nichts schenkten, dominierte sogar der Duisburger Aufsteiger. In der 16. Minute führte der TVA mit zwei Treffern (6:4), ehe sich das Blatt ab der 22. Minute (8:9) langsam zu wenden begann. So ging es auch mit einem knappen 11:13-Rückstand in die Kabine.

Erst in der Schlussphase setzen sich die Gäste ab

"In der ersten Halbzeit haben wir hier ein ganz tolles Regionalligaspiel gesehen", schwärmte Becker. Zurück auf dem Feld hielten die Gäste zwar den Vorsprung, der TVA blieb aber lange Zeit in Schlagdistanz. Erst in der Schlussphase, als die Gastgeberinnen mehrmals unglücklich agierten, setzten sich die favorisierten "Knetterheidis" entscheidend ab. Becker: "Wir haben die Partie lange offen gehalten, am Ende haben wir uns dann einige Fehlpässe in der zweiten Phase geleistet. Sonst wäre es sicher enger ausgegangen."

TVA: Doktor, Fenneken; Schauenburg, Feldmann (je 6), Rink, Reimering, Bouten (je 2), Spieker (2/1), Höing (1) und Ludwig.

15. Spieltag

Aldenrade - Leverkusen II 33:31 (16:17)

HOHE HANDBALLKUNST

Angeführt von dem überragenden Duo Kim Spiecker und Carmen "Flummi" Feldmann schlug Regionalligist TV Aldenrade vor rund 200 Zuschauern die Bundesliga-Reserve des TSV Bayer Leverkusen.

Egal, was Kim Spiecker am Vorabend zur Spielvorbereitung unternommen hat – sie sollte es vor jedem Meisterschaftsspiel wiederholen. Wie aufgezogen spielte die quirlige Linkshänderin, riss ihren TV Aldenrade mit Carmen "Flummi" Feldmann, wie schon in der Vorwoche in absoluter Topform, mit und sicherte so einen nie erwarteten 33:31 (16:17)-Erfolg gegen den TSV Bayer Leverkusen II.

Von Beginn an bekamen die rund 200 Zuschauer das zu sehen, was Trainer Karl-Rudolf Becker versprochen hatte: Tempo-Handball par excellence. Dabei ließen sich die beiden Parteien auch nicht von der unterirdischen Leistung des Schiedsrichter-Gespanns Mirko Kreuzer und Andre Tews beirren, boten echte Handball-Feinkost.

Bis zum 11:7 lief bei den Gastgeberinnen alles wie geplant. Die Abwehr stand sicher, zudem zeigte der TVA die von "Katsche" seit Wochen geforderte höhere Laufbereitschaft, unterband so immer wieder das gefürchtete Tempospiel der Gäste. Doch danach kam ein kleiner Bruch ins Spiel, zudem verließ die Walsumerinnen auch Fortuna. Doch mit unbändigem Willen führten Feldmann und Spiecker ihre Mannschaft wieder auf die Siegerstraße.

"Das war einfach hohe Handball-Kunst, ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft. Wir waren dem Gegner taktisch hoch überlegen, haben so unsere technische Unterlegenheit wett gemacht. Wenn ich so eine tolle Leistung sehe, dann bin ich traurig, dass ich in der kommenden Saison kein Trainer mehr bin", nahm das Lob des sonst so kritischen Beckers nach dem Schlusspfiff ungeahnte Ausmaße an.

TVA: Doktor, Fenneken; Rink (1), Feldmann (10), Ludwig (2), Hering, Höing (1/1), Ingenbold (n.e.), Spiecker (11/1), A. Scheja (3), Schauenburg (5).

Suche läuft

Auch wenn das Online-Portal www.sport-aktuell24.de bereits vorschnell Jurek Tomasik vom Oberligisten Tb Wülfrath als Nachfolger für Karl-Rudolf Becker vermeldete – die Suche läuft noch, wie Abteilungsleiter Thomas Gunkel bestätigte. Spätestens in zwei Wochen soll aber eine Entscheidung fallen.

14. Spieltag

HSG Blomberg-Lippe II - TV Aldenrade 28:31 (15:13)

TVA SPIELTE SICH IN EINEN WAHREN RAUSCH

"Das war eine herrliche Tour, bestes Wetter, schöner Schnee – und genau so toll haben wir auch gespielt", freute sich Karl-Rudolf Becker nach dem 31:28 13:15)-Erfolg des Handball-Regionalligisten TV Aldenrade bei der HSG Blomberg-Lippe II.

Noch beim Aufbruch nach Westfalen roch es keinesfalls nach der wohl stärksten Auswärtsvorstellung des TVA. Der Ausfall von Cornelia Reimering stand ohnehin fest, dazu kam noch die kurzfristige Absage der erkrankten Indra Bouten, so dass die rechte Seite eine herbe Schwächung erfuhr.

"Doch nach der ersten guten Hälfte haben wir gemerkt, dass für uns etwas zu holen ist, und haben dann eine unwahrscheinlich kämpferische Leistung gezeigt", analysierte Becker den zweiten Abschnitt. Immer besser bekamen die Walsumerinnen die beste HSG-Spielerin, Kim Berndt, in den Griff, engten zudem die Kreise von Julia Schäfer immer weiter ein. Tor um Tor holte der TVA so hinter zwei starken Torhüterinnen und angetrieben von der überragenden Carmen "Flummi" Feldmann auf, spielte sich in einen Rausch, und trat bestens gelaunt die Heimreise an. "Wir werden gleich mit durstigen Kehlen einige Lieder anstimmen", schmunzelte Becker.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (7), Hering, Höing (6/4), Schauenburg (4), Spiecker (6), A. Scheja (4), Ludwig (2), Rink (2).

13. Spieltag

HSV Gräfrath - TV Aldenrade 32:20 (14:12)

AM ENDE SETZTE SICH DIE KLASSE DURCH

Der Tabellenzweite war dann doch eine Nummer zu groß. So kehrte Frauen-Handball-Regionalligist TV Aldenrade mit einer 20:32 (12:14)-Schlappe im Gepäck vom Auswärtsspiel beim HSV Gräfrath nach Walsum zurück.

Dabei hatte die Partie gar nicht so schlecht begonnen. "Obwohl wir uns auch da schon einige Fehler erlaubt haben, haben wir in der ersten Halbzeit ganz gut mitgespielt. Da war noch kein großer Unterschied zu erkennen", fand auch TVA-Trainer Katsche Becker. Das änderte sich dann nach dem Seitenwechsel. Die Abwehr der Duisburger Nordlichter begann zu bröckeln, die Fehler häuften sich. Zu allem Überfluss legten die Solinger Gastgeber noch einen Zahn zu. Toptorjägerin Natalie Funke-Kamann steigerte ihre Wurfquote auf nahezu 100 Prozent und auch sonst waren die favorisierten Gastgeberinnen nicht mehr in den Griff zu kriegen.

Nur acht Minuten (14:16) konnte der TVA im zweiten Abschnitt noch mithalten, dann setzten sich die Gräfrather begünstigt durch viele Ballverluste der Aldenrader stetig ab. "Da hat sich die Klasse dann durchgesetzt, auch das Ergebnis am Ende etwas zu deutlich war", musste Becker schließlich neidlos anerkennen.

TVA: Doktor, Fenneken; Spieker (5/1), Feldmann (4), Hering (4/1), Schauenburg (3), Höing, Reimering (je 2), Scheja, Ludwig, Bouten und Rink.

Rundum positive Bilanz

Einen exzellenten Start in die dritthöchste Spielklasse erwischten die Handballerinnen des TV Aldenrade, für die das Jahr 2008 ohnehin komplett rund lief. Nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Aufstieg in die Regionalliga, gelang Trainer Karl-Rudolf Becker auch die Integration der Neuzugänge glänzend.

Viertletzten Platz im Blick

Zudem verstand es der Übungsleiter mit seinen taktischen Vorgaben auch eine Liga höher viele Gegner zu düpieren. Mit 15:9 Punkten rangieren die Walsumerinnen nur drei Punkte hinter dem Spitzenduo SG Knetterheide-Schötmar und HSV Gräfrath, könnten den Abstand zu letztgenannten Solingerinnen am ersten Spieltag im neuen Jahr im direkten Duell auf einen Punkt verkürzen. Aber für „Katsche“ Becker zählen keine Illusionen, er richtet den Blick nach unten. „Den viertletzten Platz sehe ich als entscheidend an. Und da beträgt unser Vorsprung momentan sieben Punkte“, freut sich Mahner Becker, der darauf hofft, dass seine Farben noch zulegen: „Einige haben noch reichlich Luft nach oben. Daniela Rink ist da das beste Beispiel. Sie ist erst spät erwacht – aber besser spät als nie. Aber nach Anlaufschwierigkeiten haben wir uns wirklich gut an die neue Liga gewöhnt.“ Es bleibt allerdings abzuwarten, wie die Mannschaft den Rückzug des Trainers zum Saisonende aufnimmt.

12. Spieltag

TV Aldenrade - HSG Union Halle 27:20 (15:8)

DEN WIDRIGKEITEN ZUM TROTZ

Die Regionalliga-Frauen des TV Aldenrade besiegen zum Jahresabschluss Union 92 Halle mit 27:20. Kerstin Höing fällt schon beim Warmmachen mit einer Wadenverletzung aus.

Es kommt nicht sehr oft vor, dass Karl-Rudolf "Katsche" Becker, Trainer der Regionalliga-Handballerinnen, wirklich zufrieden ist nach einem Spiel. Nun mag es an der vorweihnachtlichen Besinnlichkeit gelegen haben, oder, was viel wahrscheinlicher ist, an dem sehr guten Spiel der Aldenrader gegen die HSG Union 92 Halle. Becker jedenfalls fand nach dem 27:20 (15:8) zum Jahresabschluss nur positive Worte. "Das war ein Superspiel. Ich bin sehr zufrieden", strahlte Becker.

Maßnahmen griffen

Dabei mussten die Walsumerinnen bereits vor Spielbeginn den ersten Schock verkraften. Nachdem schon unter der Woche viele Spielerinnen nur eingeschränkt oder gar nicht trainieren konnten, fiel beim Warmmachen auch noch Kerstin Höing mit einer Wadenverletzung aus. So musste Becker improvisieren. Er berief Carmen Feldmann in die Mitte und stellte Daniela Rink nach außen. Diese Maßnahmen griffen erstaunlich gut. "Wir haben von Anfang an 120 Prozent gegeben", wusste Becker aber auch noch einen weiteren Grund für den starken Auftritt seines Teams. So hängten sich auch Indra Bouten und Denise Schauenburg mächtig rein. "Die beiden haben in der Deckung gearbeitet wie nie", sprach Becker seinen Dauerbrennern ein dickes Lob aus.

Becker zieht positive Bilanz

Mit dem erneuten Erfolg konnten die Walsumerinnen ihr Punktekonto weiter aufstocken. "Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier. Dass wir uns in der Zeit vom Mittelmaß der Oberliga zu 15 Punkten in der Regionalliga gekämpft haben, ist schon toll", zieht Becker eine bis dato positive Bilanz.

TVA: Doktor, Fenneken; Spieker (7), Feldmann, Rink (je 5), Hering (5/3), Schauenburg (4), Reimering (1), Scheja, Ludwig, Bouten und Höing (n.e.).

11. Spieltag

SV Teutonia Riemke - TV Aldenrade 23:29 (9:14)

TVA LANDET UNERWARTETEN ERFOLG GEGEN RIEMKE

Einen unerwarteten 29:23 (14:9)-Erfolg landeten die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade bei Teutonia Riemke. Nach zuletzt schwachen Leistungen knüpfte die Mannschaft von Karl-Rudolf Becker trotz des Ausfalls von Indra Bouten an die besseren Saisonleistungen an, und fuhr so einen souveränen Sieg ein.

Bereits bei der Abfahrt lichteten sich die Sorgenfalten des Trainers, da die beiden Linkshänderinnen Kim Spiecker und Cornelia Reimering doch zur Verfügung standen, und sich auch Tanja Ludwig (Adduktorenzerrung) in den Dienst der Mannschaft stellte. Boutens Part in der Abwehr übernahm Alice Scheja und meisterte die Aufgabe mit Bravour. „Wir haben sie eingebaut, und sie hat insbesondere in den ersten Minuten für eine enorme Stabilität gesorgt“, freute sich Becker über den gelungenen Schachzug. Als Riemke der erste Treffer gelang (11.), hatte der TVA schon fünf auf dem Konto und so den Grundstein zum Sieg gelegt.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (4/1), Schauenburg (4), Höing (5/3), Ludwig, Reimering (6), Hering (2), Spiecker (5), Scheja (2) und Rink (1).

10. Spieltag

TV Aldenrade - TuS Nettelstedt 29:32 (16:11)

EINE HALBZEIT ZUM WEGLAUFEN

Im ersten Abschnitt lief beim TVA gegen Nettelstedt alles, im zweiten gar nichts mehr.

Karl-Rudolf "Katsche" Becker, Trainer des Frauenhandball-Regionalligisten TV Aldenrade, traute seinen Augen kaum. Gerade eben hatte sein Team gegen den TuS Nettelstedt noch ein fabelhafte erste Halbzeit aufs Parkett gelegt, nun war es wie abgschnitten. Die 29:32 (16:11)-Heimniederlage war damit nicht mehr abzuwenden.

Deckungsarbeit kostet den Sieg

"Die erste Halbzeit war nahezu perfekt", schwärmte TVA-Trainer Katsche Becker, der sich zu diesem Zeitpunkt ja noch auf seine stabile Deckung verlassen konnte. Nach der Pause allerdings war es genau diese Deckung, die das Spiel zu Ungunsten der Walsumer kippen ließ. "Die Deckung war in der zweiten Halbzeit katastrophal", schimpfte Becker. "Auf der linken Seite ging gar nichts und auch im Eins-gegen-Eins konnten wir den Gegner nicht halten, so dass wir viele Siebenmeter und Zwei-Minuten-Strafen bekommen haben." Schnell war der so schön herausgearbeitete Vorsprung aus dem ersten Abschnitt dahin. "Die schwache Deckungsarbeit, die ich ja schon lange kritisiere, hat uns den Sieg gekostet. Da müssen wir weiter dran arbeiten", kündigt Becker Trainingswochen an, in denen der Fokus auf der Abwehrarbeit liegen dürfte.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (7), Reimering, Hering (je 6), Spieker (5), Ludwig (3), Höing, Schauenburg (je 1), Scheja und Rink.

9. Spieltag

TuS Eintracht Oberlübbe - TV Aldenrade 28:25 (14:11)

BECKERS TEAM LÄSST SICH NIEDERKÄMPFEN

Das hatte sich Karl-Rudolf "Katsche" Becker, Trainer des TV Aldenrade, so wohl auch nicht vorgestellt, als er vor der Regionalligapartie beim TuS Oberlübbe seine Handballerinnen zur Wachsamkeit mahnte. ...

... Gerade in der Anfangsphase hatten die Walsumerinnen nach langen Fahrten zuletzt oft geschwächelt. Diesmal hielten die TVA-Frauen zu Beginn der Begegnung gut mit, strauchelten aber im späteren Verlauf und mussten somit eine 25:28 (11:14)-Niederlage hinnehmen.

Nach einer Viertelstunde führten die Duisburger Nordlichter schon mit drei Toren (10:7), dann aber reagierte der Gastgeber und warf eine gehörige Portion Aggressivität in die Waagschale. Die Rechnung ging auf, der TVA verlor seine Linie.

"Wir waren in den Zweikämpfen schwach, haben viele technische Fehler gemacht und haben über die Außen einfach schwach geschossen", hatte Becker die Gründe für die Niederlage bald ausgemacht. Da heiterte es ihn auch nur noch wenig auf, dass seine Mannschaft sich zeitweise noch einmal auf ein Tor (25:26) herankämpfen konnte. Becker: "Der Gegner war, was die Aggressivität betrifft, in allen Belangen besser. Bei verlorenen Bällen sind sie viel entschlossener hinterher gegangen und haben sich die Bälle so zurück erkämpft."

TVA: Doktor, Fenneken; Schauenburg (7), Hering (6/3), Spieker (5/2), Feldmann (4), Bouten, Scheja, Ludwig (je 1), Höing (1/1) und Rink.

8. Spieltag

TV Aldenrade - VT Kempen 28:27 (14:11)

DOKTOR HÄLT DEN SIEG FEST

Seit nunmehr fünf Spielen ist Regionalliga-Aufsteiger TV Aldenrade ungeschlagen, setzte durch einen knappen, aber verdienten 28:27-Erfolg gegen die VT Kempen seine Erfolgsserie in der dritten Liga fort. Der Lohn: Platz vier.

Groß war die Vorfreude auf Seiten der Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade vor dem ersten Heimspiel seit dem 27. September, dem erst dritten Heimspiel – nach acht Spieltagen. Besonders wohl scheint sich am Walsumer Driesenbusch Kerstin Höing zu fühlen. Die Spielmacherin war wie bei den Auftritten gegen Blomberg und Königsborn nicht zu stoppen, erzielte zehn Treffer, und hat somit 28 ihrer beachtlichen 51 Tore in den Heimspielen erzielt. Was die Abwehrchefin aber sicher mehr interessierte, als ihre eigene Erfolgsbilanz, war das Ergebnis für ihre Mannschaft – und auch das konnte sich sehen lassen: Durch einen knappen, aber verdienten 28:27 (14:11)-Erfolg setzte der TVA seine erfolgreiche Serie fort, blieb im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und schob sich auf Platz vier vor.

Höhere Führung verpasst

Nach den vielen Reisen in die Fremde schien es zu Beginn allerdings, als müssten sich die Walsumerinnen erst wieder an die heimische Kulisse gewöhnen. Vor über 250 Zuschauern dauerte es bis zur vierten Minute, ehe Höing und Co. die ersten beiden Treffer der Gäste konterten, legten dann aber bis auf 4:2 vor. Bis zum 9:9 (21.) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, danach machte sich die bessere Spielanlage bemerkbar und die Truppe von Karl-Rudolf Becker setzte sich kontinuierlich ab, verpasste dabei eine höhere Führung.

Der Pausentee bekam den Gastgeberinnen scheinbar überhaupt nicht, bis zur 41. Minute gelang dem TVA nur wenig, die Gäste zogen erst gleich und setzten sich sogar auf 20:17 ab. Doch dann begann die starke Phase von Manuela Doktor, die im Walsumer Kasten gut begonnen hatte, nach einigen „leichten“ Gegentreffern aber kurzfristig an Steffi Fenneken übergeben hatte. Nach drei schnellen Treffern zum 20:20 wuchs die Schlussfrau mit Bundesliga-Erfahrung über sich hinaus, parierte drei freie Bälle, und sorgte somit dafür, dass ihre Farben wieder vorlegen konnten. Und auch in den letzten Minuten wandelte sich das Bild nicht, immer wenn es brannte, war Doktor da, entschärfte auch den letzten Wurf von Sandra Ewert, der für den TVA nach starker Leistung einen Punktverlust bedeutet hätte.

„Das Ergebnis drückt leider den Leistungsunterschied nicht aus. Wir haben uns schnell auf den Gegner eingestellt und sehr gut gedeckt“, meinte ein zufriedener „Katsche“ Becker nach dem Spiel.

Die Statistik

Für den TVA waren gegen die VT Kempen Doktor, Fenneken; Feldmann (3), Hering (3/1), Höing (10/4), Bouten (2), Spiecker (6) Ludwig (1), Schauenburg (3) und Reimering im Einsatz. A. Scheja und Rink kamen bei dem knappen Erfolg nicht zum Zug. Auf Seiten der Gäste überzeugte einzig Ewert mit neun Treffern.

7. Spieltag

1. FC Köln - TV Aldenrade 20:20 (12:11)

AUF FREMDEM PARKETT MISCHT DER TVA GUT MIT

Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Zuletzt musste Frauen-Handball-Regionalligist TV Aldenrade dreimal in der Fremde antreten, doch ließ sich der Liganeuling davon rein gar nicht aus der Ruhe bringen. ...

Fünf Punkte holte das Team von Trainer Karl-Rudolf "Katsche" Becker dabei, einen davon beim 20:20 (12:11) am Wochenende im Spiel gegen den 1. FC Köln.

Der TVA mischt die Liga kräftig auf, das bekamen auch die Domstädter zu spüren, die den Duisburgern zu Beginn der Partie kaum etwas entgegenzusetzen hatten. Mit 6:3 lagen die Aldenrader in der 12. Minute vorn und der Vorsprung hätte zu diesem Zeitpunkt deutlich höher ausfallen können, hätte sich das Becker-Team nicht den Luxus erlaubt, zu viele Tormöglichkeiten ungenutzt zu lassen. So kamen die Gastgeber zurück ins Spiel und kauften dem bis dato ordentlich aufspielenden TVA zunehmend den Schneid ab. "In der zweiten Hälfte hat dann Köln eigentlich immer mit zwei, drei Toren geführt", erzählt Becker, der dann aber seiner Abwehr ein Lob aussprechen musste. "Unsere Abwehr war sehr gut und beide Torhüterinnen haben eine sehr gute Leistung erbracht."

Trotz des Punktgewinns wollte der TVA-Coach nicht hundertprozentig zufrieden sein. "Ich wünschte, wir würden es hinkriegen, dass mal alle gleichzeitig ihr spielerisches Können abrufen."

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (6/1), Hering (5/2), Spieker (3), Bouten, Ludwig (je 2), Höing (2/1), Scheja, Schauenburg und Rink.

6. Spieltag

TV Strombach - TV Aldenrade 22:29 (9:13)

ZWEITER AUSWÄRTSSIEG IN SERIE

Bestens auf den Gegner eingestellt erspielten sich die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade bei Mitaufsteiger TV Strombach mit einem 29:22 (13:9)-Erfolg den zweiten Sieg in Serie. „Der Druck war natürlich sehr groß, weil von uns wieder ein Sieg erwartet wurde. Aber wir haben diesem Druck standgehalten“, freute sich Karl-Rudolf Becker nach dem Spiel.

Zwar musste der Trainer auf die verletzte Daniela Rink (Daumen-Blessur an der Wurfhand) und Danika Ingenbold (soll Spielpraxis in der Reserve sammeln) verzichten, dafür „rauschte“ Polizistin Cornelia Reimering nach Dienstende kurzfristig im Privatwagen an.

Die Gastgeberinnen präsentierten zwar zwei neue Spielerinnen, doch die taktischen Abläufe und auch die offensive Deckung blieben, so dass die Walsumerinnen sich bestens gerüstet zeigten. „Wir haben zwar oft die freistehenden Leute nicht gesehen, aber insgesamt war das schon in Ordnung“, resümierte Becker. Deutlich besser lief es da schon in der Defensive, die kompakt stand. Und kam doch einmal ein Ball auf den Kasten, waren die guten Steffi Fenneken und Manuela Doktor oft zur Stelle.

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (2), Schauenburg (3), Höing (7/7), Bouten (7), Hering (1), Spiecker (4), A. Scheja (2), Ludwig (3), Reimering und Ingenbold (n.e.).

5. Spieltag

HSG Siebengebierge-Thomasberg - TV Aldenrade 27:31 (17:14)

TVA FINDET ÜBER DEN KAMPF INS SPIEL

Die Regionalliga-Handballerinnen vom TV Aldenrade sind erfolgreich in ihre Serie von drei Auswärtsspielen gestartet. Bei der HSG Siebengebierge-Thomasberg feierte die Mannschaft von Trainer Karl-Rudolf Becker einen 31:27-Erfolg.

Der TVA startete, wie so häufig in den vergangenen Gastspielen, nicht gut in die Partie und lag zur Halbzeit mit 14:17 im Hintertreffen. Im zweiten Spielabschnitt berappelten sich die Aldenraderinnen und boten vor allem kämpferisch eine starke Leistung. Zehn Minuten vor dem Ende hatte das Team von "Katsche" Becker die Partie gedreht und lag mit drei Treffern vorne. Die Führung hätte sogar höher ausfallen können, doch häufig scheiterten die Gäste an Pfosten oder Latte. Zwei Zeitstrafen kurz vor dem Ende ließen Beckers Werferinnen noch einmal kurzzeitig zittern, wenige Minuten später war der erste Auswärtserfolg der Saison dann jedoch in trockenen Tüchern. Beste Torschützin des TVA war Kim Spiecker, die zehn Mal traf. "Meine Mannschaft hat heute super gekämpft und große Moral gezeigt. Spielerisch können wir sicher noch zulegen, aber letzendlich ist der Sieg verdient", lobte Trainer Becker seine Mannschaft im Anschluss an die Begegnung.

TVA: Doktor, Fenneken; Spiecker (10), Höing (6/2), Reimering (4), Ludwig (3), Feldmann (3), Hering (2), Schauenburg (2), Rink (1), Scheja, Bouten und Ingenbold (n.e.).

Ein glücklicher Zufall

Eigentlich dachte Torhüterin Manuela Doktor, die zweite Bundesliga wäre perfekt für sie. Doch aus beruflichen Gründen stand sie zuletzt nicht mehr in der Halle – da kam der Anruf von Karl-Rudolf Becker gerade recht.

Manuela Doktor ist ein fröhlicher Mensch. Die Frage, wie ihr ihre neue Mannschaft gefällt, beantwortet die 33-jährige Torhüterin schmunzelnd: „Sie sind alle sehr nett – und alle schneller als ich.“ Und auch die Frage nach ihrem neuen Übungsleiter Karl-Rudolf Becker, unter dem sie bei den Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade für Furore sorgen will, hat sie bereits schätzen gelernt. „Er macht einen sehr sympathischen Eindruck, ist fachlich absolut top. Und er passt einfach in die Mannschaft, alle haben großen Respekt vor ihm“, meint sie.

Dabei ist ihr Engagement in Walsum einzig einem glücklichen Zufall zu verdanken. Auf der einen Seite standen Frauenwartin Siggi Grijsels und eben „Katsche“ Becker, die händeringend eine Torfrau von Top-Format suchten, da Andrea Lubrich ihren Abgang nach dem vierten Saisonspiel angekündigt hatte. Auf der anderen Seite befand sich Doktor, die kurz zuvor eine Pause vom Handball angekündigt hatte. „Drei oder vier Mal die Woche Training und die weiten Fahrten in der zweiten Liga waren einfach zu viel. Vor allem, da ich nie abschätzen kann, wann ich Feierabend habe“, erklärt Doktor.

Vieles ausprobiert

Also nahm sie Abstand vom ihrem Stammverein, für den sie seit 2005 wieder zum Ball griff, und probierte andere Sportarten aus. Aber weder die „Einzelerlebnisse“ Jogging oder Fitness, noch Randsportarten wie Badminton erfüllten Doktor. „Nach 20 Jahren mit dem Sport fehlte da etwas. Und da dachte ich mir: Handball macht mir Spaß, und das kann ich auch gut.“ Wie praktisch, dass genau als Doktor dieser Gedankenblitz kam, ihr Telefon klingelte. An der anderen Leitung: „Katsche“ Becker, der Doktor direkt beim ersten Versuch erwischte, während es Grijsels zuvor unzählige Male vergeblich probiert hatte.

Schnell gelang es Becker der Torfrau die Reise, die nicht gerade in die Kategorie „Kurzstrecke“ fällt, schmackhaft zu machen. „Es passte einfach. Auch wenn ich gleich im ersten Training gemerkt habe, dass ich konditionell weit hinter dem Rest der Truppe herhinke. Dafür wird die Reaktion auch nach den wenigen Einheiten von Mal zu Mal besser“, lacht Doktor. Generell zeigt sich Doktor überrascht über den guten Zustand des TVA , den sie in der Regionalliga nicht erwartet hätte, und auch das hohe Tempo, das der Aufsteiger bereits im Training an den Tag legt, gefällt der Torhüterin mit der Vorliebe für lange Gegenstoß-Pässe.

Ihre Stärken spielt sie vor allem gegen Rückraum-Schützen aus. Einen Mittelfeldplatz hält die Torfrau für ihre Farben für ein realistisches Unterfangen, auch wenn es ruhig ein bisschen mehr sein darf. „Es freut sich ja jeder Sportler, umso höher es geht. Nur der Aufstieg muss nicht sein, sonst müsste ich ja wieder mehr trainieren und hätte wieder die weiten Fahrten“, meint die erfahrene Torfrau.

INFO Zur Person

Manuela Doktor wurde am 26. April 1975 in Recklinghausen geboren. Dort spielte sie zuletzt für den Zweitligisten PSV, mit ihrem vorherigen Team Teutonia Riemke schaffte sie es sogar bis in die 1. Bundesliga. Die 1,83-Meter-Frau ist ledig und arbeitet als Optikerin, die Spezialbrillen anfertigt.

NRZ-Sportgala 2008

Foto der 1. Damen des TV Aldenrade mit dem Schalke-Trainer Fred Rutten auf der NRZ-Sportgala 2008 (13.10.2008).

4. Spieltag

TV Aldenrade - Königsborner SV 33:28 (15:12)

GRIFF IN DIE TRICKKISTE

"Katsche" Becker geht neue Wege und genießt nach dem Sieg gegen Königsborn Tage auf Mallorca. "Flummi" mit Traumtor.

Gerade noch an der Linie, jetzt schon auf Mallorca. Die Reise auf die Baleareninsel war zwar schon vorher gebucht, doch mit dem 33:28 (15:12) über den Königsborner SV dürfte Karl-Rudolf Becker, Trainer den Frauenhandball-Regionalligisten TV Aldenrade, der Trip in den Süden noch mehr Spaß gemacht haben.

Ganz tief hatte Becker vor der Partie gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht in die Trickkiste gegriffen. Die kleineren Änderungen, sowohl in der Vorbereitung als auch in der Aufstellung, taten den Walsumerinnen gut. Gegen Gäste, die nach schwachem Saisonbeginn beim Duisburger Aufsteiger auf einen Sieg auswaren, fanden die TVA-Frauen gut in die Partie und setzte sich bis zur Pause sogar mit drei Treffern leicht ab. Für den eigentlichen Höhepunkt des ersten Spielabschnitts sorgte dann aber Carmen Feldmann wenige Sekunden vor der Pausensirene. Aus 30 Metern überwarf "Flummi" die weit vor ihrem Kasten stehende Königsborner Torfrau.

Genau dieses Traumtor gab den Walsumerinnen weiteren Schwung für die zweiten 30 Minuten. Doch auch die Gäste aus Unna wollten sich nicht kampflos geschlagen geben. Doch weiter als bis auf ein Tor ließ der TVA die Gäste nicht herankommen. "Vor allem die Königsborner Halblinke, Julia Potthoff, war unwahrscheinlich stark", musste "Katsche" zugeben. Am verdienten Sieg des TVA vermochte aber auch die ehemalige Großenbaumerin nichts mehr zu ändern.

Derweil schreitet die Suche nach einem Ersatz für Torfrau Andrea Lubrich, die nach dem Königsborn-Spiel mit einer Überraschungsparty verabschiedet wurde, voran. Am Freitag traf sich Becker mit einer potentiellen Kandidatin. Becker: "Wenn das klappt, wäre das sensationell." ott

TVA: Lubrich, Fenneken; Feldmann (7), Schauenburg (4), Höing (8/4), Ludwig, Reimering (2), Bouten (3), Hering (2), Spiecker (2), A. Scheja (2), Rink (3), Ingenbold (n.e.).

3. Spieltag

SG Knetterheide-Schötmar - TV Aldenrade 33:30 (16:7)

KATSCHES VERMISSTENANZEIGE

Der TVA-Coach bemängelt erneut fehlende Aggressivität und Laufbereitschaft bei seinem Team. Die Folge: Ein 30:33 bei der SG Knetterheide-Schötmar.

So richtig will es bei Handball-Regionalligist TV Aldenrade noch nicht laufen und so wurde die erste große Tour - es ging nach Bad Salzuflen - dann doch ein kleinwenig zur Tortur. Die Damen verloren bei der SG Knetterheide-Schötmar mit 30:33 (7:16).

"Wir haben wie schon zuletzt insbesondere in der ersten Halbzeit die nötige Aggressivität in Angriff und Deckung vermissen lassen", analysierte Trainer Karl-Rudolf Katsche Becker nach dem Spiel. Dabei war der Gegner alles andere als übermächtig und so scheiterten die Walsumerinnen wieder an ihren eigenen Schwächen. "Uns hat wieder einmal Grundsätzliches gefehlt. Wir konnten läuferisch nicht mithalten und die Intensität in Deckung und Angriff müsste viel höher sein. Unser Deckungsverhalten ist immer wieder mit Kontertoren bestraft worden", zog Becker ein ernüchterndes Fazit.

Dabei gab es auch Positives zu bemerken. Nach einem Neun-Tore-Rückstand zur Pause bewiesen die Aldenrader Moral und kämpften sich noch einmal heran.

Nur mit dem Ergebnis, nicht mit dem Spiel zufrieden

Becker gab allen Spielerinnen Einsatzzeiten, probierte noch einmal eine anderes System. Mit zunehmender Spieldauer wurde es dann sogar noch einmal eng, doch um das Spiel vielleicht noch einmal drehen zu können, fehlte den Walsumer Liganeulingen schließlich die Zeit. Becker: "Das Ergebnis ist am Ende sogar einigermaßen okay, aber mit unserem Spiel und dem, was wir gezeigt haben, können wir nicht leben."

TVA: Lubrich, Fenneken, Wallny; Höing (8/6), Bouten (6), Feldmann, Reimering, Spieker (je 4), Rink (3), Ludwig (1), Scheja, Ingenbold, Hering und Schauenburg.

2. Spieltag

TSV Bayer Leverkusen II - TV Aldenrade 25:24 (15:10)

TVA LIESS ZWEI PUNKTE LIEGEN

Einen perfekten Start in die erste Saison in der Regionalliga verschenkten die Handballerinnen des TV Aldenrade bei der Reserve des Bundesligisten TSV Bayer Leverkusen leichtfertig. 24:25 (10:15) verlor die Sieben von Trainer Karl-Rudolf Becker, der nach der Partie leicht angesäuert wirkte. „Mit so einer Leistung hatten wir nicht einen Punkt verdient“, grollte der Übungsleiter nach dem Schlusspfiff.

Sowohl in der Defensive als auch im Angriff offenbarten die Walsumerinnen dieses Mal große Schwächen. Immer wieder gelang es den Gastgeberinnen ohne großen Kontakt durch die TVA-Abwehr zu marschieren. Und im Angriff fehlte vor allem die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, in der Vorwoche noch der große Trumpf. „Zu unseren Würfen aus dem Rückraum fehlen mir einfach die Worte“, zürnte Becker weiter.

Trotz all dieser Schwächen kamen die Gäste im zweiten Abschnitt durch eine tolle kämpferische Leistung noch einmal auf, und schafften sogar die Wende zum 24:23 (57.). Danach gelang Kerstin Höing und Co. allerdings nichts Zählbares mehr, so dass man am Ende zwei Punkte in der Fremde liegen ließ. „Undiszipliniertheiten vor und während des Spiels verursachen so etwas halt“, meinte Becker zum Abschluss vielsagend.

TVA: Lubrich, Wollny; Feldmann (6), Schauenburg (3), Höing (1/1), Reimering (2), Bouten (1), Hering (4/1), Spiecker (4/3), A. Scheja (1), Ludwig (2), Ingenbold, Rink.

1. Spieltag

TV Aldenrade 07 - HSG Blomberg-Lippe II 35:31 (20:14)

AM ENDE FLOSSEN TRÄNEN

Neu-Regionlligist TV Aldenraden feiert den ersten Sieg in der dritthöchsten Spielklasse. Die scheidende Torhüterin Andrea Lubrich war einer der Garanten für den Erfolg.

Die Szenen waren etwas fürs Herz. Am Ende der Partie zwischen Neu-Regionalligist TV Aldenrade und der HSG Blomberg-Lippe II flossen Tränen. Die Walsumerinnen lagen sich weinend in den Armen, die Stimmung in der Halle war auf dem Siedepunkt. "Vor Glück", betont Trainer Katsche Becker. "Alles vor Glück." Mit 35:31 (20:14) hatten die Aldenrader Handballerinnen ihre erste Patie in der dritthöchsten Spielklasse gewonnen und vor lauter Freude über diesen gelungenen Einstand kullerten eben ein Paar Tränchen des Glücks.

Mit dem Oberligapersonal zum ersten Regionalligasieg

Mit gewohnt flottem Anfangstempo überrumpelten die Walsumerinnen die Zweitvertretung des Sauerländer Bundesligisten. "Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr. Das war D-Zug-Tempohandball", freute sich Becker. Der TVA-Coach konnte umso stolzer sein, stand ihm doch mit Ausnahme von Neuzugang Conny Reimering nur die alte Besetzung zur Verfügung.

Wobei "nur" in diesem Fall wohl die Untertreibung des Jahres ist. Der Oberliga-Meister erspielte sich schon in den ersten 20 Minuten einen äußerst komfortablen und zudem sehr beeindruckenden 11:4-Vorsprung. "Aber nach dieser Halbzeit war uns klar, dass noch eine schwere zweite Hälfte auf uns zukommen würde", warnte Becker. Und er behielt recht. Von einem 20:25-Rückstand kämpften sich die Gäste bis acht Minuten vor Schluss auf 27:29 heran. Die Partie drohte zu kippen.

Mit einem gehaltenen Siebenmeter in der entscheidenden Phase der Begegnung erwies sich Andrea Lubrich - die zum 1. Oktober scheidende Torfrau - als bärenstarker Rückhalt. Im Gegenzug machte der TVA mit zwei wunderbaren Kombinationen über Conny Reimering alles klar.

"Ein Handball-Spiel auf hohem Niveau"

"Das war ein Handball-Spiel auf hohem Niveau", feierte Becker, der heute schon wieder in Bad Salzuflen den kommenden Heimgegner (21. September) SG Knetterheide-Schötmar begutachtete.

TVA: Wollny (n.e.), Lubrich; Ludwig (2), Rink (n.e.), Hering (5), Feldmann (4), Reimering (5), Bouten (5), Ingenbold, Scheja, Höing (10/5), Schauenburg (4) und Spiecker (n.e.).

Ergebnisse - Testspiele

TuS Lintfort - TV Aldenrade 27-26 (15:12)

TV Aldenrade - TB Wülfrath 33-17 (18:8)

TV Aldenrade - DJK BTB Aachen 31-21 (11:8)

TV Aldenrade - HSG Düsseldorf 28-20 (13:9)

TV Aldenrade - SV Friedrichsfeld 28-27 (14:15)

Hiobsbotschaft

Eine echte Hiobsbotschaft erreichte die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade und ihren Trainer Karl-Rudolf Becker gestern: Torhüterin Andrea Lubrich, die beim Unternehmen Klassenerhalt als tragende Säule eingeplant war, verlässt zum 1. Oktober die hiesigen Gefilde. Die 24-jährige Friedrichsfelderin zieht es aus beruflichen Gründen nach Heidenheim. Dort sieht sie bessere Arbeitsumstände für ihren Job als Rettungsassistentin. Lubrichs Glück ist „Katsches’“ Leid.

„Das ist eine absolute Katastrophe für uns. Nach diesem Schlag müssen wir unsere Ziele sicher korrigieren“, stöhnte Becker, der nun gemeinsam mit Frauenwartin Siggi Grijsels aktiv auf der Suche nach einer neuen Torfrau ist, die dann das Gespann mit Steffi Fenneken bilden soll. Dabei will Becker das Leistungsvermögen Fennekens nicht unterbewertet wissen. „Steffi ist schon eine sehr gute Torhüterin, aber eine reicht eben nicht.“

Von Aldenrade in die Welt

Die Walsumerinnen müssen sich in der Regionalliga nicht nur auf stärkere Gegner, sondern auch auf lange Reisen einstellen.

HSG Siebengebirge-Thomasberg, TV Strombach, oder, noch schöner, SG Knetterheide-Schötmar. Nicht nur die Namen der neuen Gegner des TV Aldenrade klingen ungewöhnlich, auch die Entfernungen, die die Regionalliga-Handballerinnen bis zu den Spielorten von nun an zurücklegen müssen, sind völlig ungewohnt. Den Rekord werden die Walsumer Anfang Januar knacken. Dann nämlich, wenn es zur HSG Blomberg-Lippe II geht. Bis ins beschauliche Sauerland sind es 211 Kilometer - eine Strecke wohlgemerkt. "Das wird die große Herausforderung", weiß Trainer Karl-Rudolf "Katsche" Becker. "Darauf muss sich die Mannschaft einstellen, denn da ist man schonmal mit allem Drum und Dran zwölf Stunden unterwegs. Da muss man professionell mit umgehen können."

Einzig die Tour zum SV Teutonia Riemke führt quasi um die Ecke. Über die A 40 geht es schnurstracks nach Bochum. Im Vergleich sind diese rund 40 Kilometer tief in den Westen ein Pappenstiel. Die Anforderungen werden also steigen, nicht nur sportlich. Nicht ohne Grund schart Becker seine Mannschaft schon seit einiger Zeit wieder um sich. Die erste Phase der Vorbereitung - derzeit liegt der Fokus auf Kraft, Ausdauer und der Einführung neuer Spielsysteme - ist in vollem Gange. "Wir haben mit Kim Spieker und Conny Reimering zwei Linkshänderinnen dazu bekommen. Da werden wir taktisch einiges ändern. Wir haben nun mehr Möglichkeiten", so Becker.

Die neue Liga wird den Klub aus dem hohen Duisburger Norden vor einige Herausforderungen stellen. Die Kosten haben sich mit dem Aufstieg nahezu verfünffacht. "Finanziell und sportlich wird das ein Kraftakt. Das darf man nicht unterschätzen", mahnt der TVA-Coach. Zum Glück steht der Verein hinter seinen erfolgreichen Handballerinnen. Wollen die Aldenrader der Premierensaison in der dritten Liga eine weitere Spielzeit folgen lassen, sollten sie besser vier Teams hinter sich lassen. Zwar gibt es laut Reglement auch diesmal nur drei Absteiger, doch könnte sich die Anzahl derer, die den Gang in die Oberliga antreten müssen, kurzfristig noch weiter erhöhen. Becker: "Wenn die ersten Drei nicht aufsteigen wollen, gibt es einen zusätzlichen Absteiger."

Da kann das Ziel Klassenerhalt . . . Pardon, davon will Becker gar nichts wissen. "Unser Ziel ist es, mindestens 22 Punkte zu holen, denn wenn ich zwölf Punkte hole, damit zwar drin bleibe, dann habe ich trotzdem eine Scheißsaison gespielt", so Becker, der sich auf eines dann aber doch besonders freut - die Fahrten nach Ostwestfalen. "Meine Mutter kommt aus der Region Lage/Lippe, da kenne ich mich also aus. Früher musste ich immer mit meiner Oma im Teutoburger Wald wandern."

Na bitte, so ganz ungewohnt sind Touren nach Lübbecke und Co. also doch nicht.

Die beste Abwehr der Liga

Äußerst selten lässt sich Karl-Rudolf Becker dazu hinreißen, sein Team zu loben. Doch nach dem Aufstieg seines TV Aldenrade in die Regionalliga sprudeln die positiven Worte nur so aus „Katsche“ heraus.

Auf der Aufstiegsfeier zu Ehren seiner Oberliga-Damen des TV Aldenrade, die in der abgelaufenen Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga feierten, verkündete Karl-Rudolf Becker, dass ihm bereits nach dem ersten Saisonspiel klar war, dass er seinen fünften Aufstieg als Trainer feiern würde. Was folgte war ein Siegeszug, der seinesgleichen sucht. Lediglich drei Minuspunkte wies das Punktekonto auf, das ursprüngliche Saisonziel „36 Punkte plus x“ hatte man schon sechs Spieltage vor dem Ende erreicht – und hätte gar gute Karten gehabt, mit eben jenen 36 Zählern aufzusteigen. „Wir haben im vorgezogenen Spiel gegen die TG Hilgen, die meiner Meinung nach zweitstärkste Mannschaft der Liga, mit ihrer sehr starken Kreisläuferin, dem guten Rückraum und der starken Torhüterin, derart dominiert, dass ich mir sicher war, dass wir es schaffen werden“, erläutert Becker, woher er seine Zuversicht nahm. Doch auch einige andere Faktoren lässt „Katsche“ in seine Analyse des Erfolgs einfließen.

Da wäre etwa der Faktor Glück: „Wir hatten natürlich einen sehr dünnen Kader, daher müssen wir schon von Glück sprechen, dass wir nur sehr wenig Pech mit Verletzungen hatten“, so Becker, der in diesem Zusammenhang auch ein dickes Lob an die eigene A-Jugend verteilte, die sowohl in Spielen als auch im Trainingsbetrieb immer bereitwillig aushalf, wenn Not an der Frau war.

Als weiteres Plus machte der Übungsleiter die taktischen Veränderungen aus – und die Vorlaufzeit, die ihm dafür vorbehalten war. „Wir hatten ja unter meiner Regie schon ein halbes Jahr zum üben, was sicherlich ein Vorteil war. Zudem sind wir weg von Spielzügen und hin zu Auftaktkonzepten gegangen, was wie das Tempospiel sehr gut funktioniert hat. Und natürlich haben wir in der Abwehr hervorragend gestanden“, freute sich Becker über die gelungenen Schachzüge.

„Umsichtig gestaltet“

Im Zusammenhang mit der bei weitem besten Abwehr der Liga adelte Becker, der sich sonst eher selten dazu hinreißen lässt, Lob zu verteilen, Spielmacherin Kerstin Höing: „Sie hat umsichtig unser Spiel gestaltet und die Abwehr hervorragend dirigiert, war dabei immer ruhig und sachlich. Es ist toll für einen Trainer, so eine Spielerin zu haben.“

All zu viel Einzelkritiken wollte Becker dann aber doch nicht verteilen, war er doch mit der kompletten Mannschaftsleistung über die Saison gesehen „sehr zufrieden“. Nun gilt es für das Erfolgstrio Becker, Co-Trainer Christian Hampel und Frauenwartin Siggi Grijsels, die erfolgreiche Arbeit in Liga drei fortzusetzen.

Fazit: Viele Außenstehende sahen in dem TVA dank der Verstärkungen durch Lubrich und Feldmann ohnehin einen Titelanwärter – doch in der dominanten Manier des Aufstiegs dürften die Walsumerinnen alle Erwartungen übertroffen haben.

Gruppeneinteilung Saison 08/09

  • VT Kempen
  • TuS Eintracht Oberlübbe
  • SG Knetterheide-Schötmar
  • TSV Bayer Leverkusen II
  • 1. FC Köln
  • TuS Nettelstedt
  • TV Strombach
  • SV Teutonia Riemke
  • HSG Siebengebirge-Thomasberg
  • HSG Union 92 Halle
  • Königsborner SV
  • HSV Gräfrath
  • TV Walsum-Aldenrade 07
  • HSG Blomberg-Lippe II

Neuverpflichtungen

NACHGELEGT

Nach dem ersten Streich, der den Oberliga-Handballerinnen des TV Aldenrade mit der Verpflichtung von Torjägerin Kim Spiecker zur kommenden Saison gelang, legten die Verantwortlichen des designierten Regionalliga-Aufsteigers nun nach.

Wie Frauenwartin Siggi Grijsels und Trainer Karl-Rudolf Becker gestern mitteilten, gingen den Walsumerinnen zwei weitere „dicke Fische“ ins Netz. So wechseln zur neuen Saison Daniela Rink (RP-Archivfoto) und Conny Reimering vom Nachbarn TV Bruckhausen an den Driesenbusch. Reimering, ebenso wie Spiecker eine Linkshänderin und ausgewiesene Torjägerin, führt die Torschützenliste der Oberliga derzeit mit 121 Treffern an, sammelte im Vorjahr als eine der wenigen erfolgreichen Spielerinnen des TVB erste Regionalliga-Erfahrungen. Rink, die bereits für den SC Greven in der zweiten Bundesliga am Ball war, liegt mit 90 Treffern derzeit auf Platz 13 der Torschützenliste.

„Ich freue mich, dass uns diese beiden Spielerinnen das Vertrauen schenken. Sie sind beide sehr entwicklungsfähig, nehmen die sportliche Herausforderung an, und haben schon in dieser Spielklasse Leistung gezeigt. Zudem werten sie unseren Kader quantitativ wie qualitativ auf“, freute sich Becker über den nächsten Coup, der aber noch lange nicht der letzte gewesen sein soll.

29.02.2008

„Tormaschine“ Spiecker zum TVA

21.02.2008

Bereits auf Hochtouren laufen die Planungen bei den Oberliga-Handballerinnen des TV Aldenrade. Auf Grund des Siegeszuges der Mannschaft von Karl-Rudolf Becker, verbunden mit den schwankenden Ergebnissen der Konkurrenz, sind die Walsumerinnen schon mit einem Bein in der Regionalliga. Aus den verbleibenden neun Partien benötigen sie maximal noch neun Punkte, um den Aufstieg perfekt zu machen. Damit die Erfolgsgeschichte auch in der dritthöchsten Spielklasse kein Ende nimmt, verhandelt der TVA seit Wochen mit etlichen Spitzenspielerinnen – und angelte sich mit „Tormaschine“ Kim Spiecker, die vom Regionalligisten Mettmann-Sport kommt, als ersten Neuzugang gleich eine echte „Granate“.

Und Spiecker wäre nicht Spiecker, wenn sie trotz einer katastrophalen Saison mit ihrer derzeitigen Mannschaft – Mettmann glückte erst ein Saisonsieg – sich nicht auch hohe Ziele gesteckt hätte für ihren neuen Verein. So erwartet die an Athletik, Dynamik und Torgefahr in der dritten Liga kaum zu überbietende Linkshänderin, dass „die neuformierte Mannschaft im oberen Drittel mitspielt“. Zwar sei ihr Haupt-Saisonziel für die kommende Spielzeit „verletzungsfrei zu bleiben und Spaß zu haben“, doch in der Torschützenliste darf es auch gerne ein Rang unter den „Top-Ten“ der Liga sein.

Vor zwei Jahren dominierte Spiecker an der Seite von Carmen „Flummi“ Feldmann die Oberliga, traf beinahe nach Belieben. In der laufenden Spielzeit liegt sie trotz ihrer schwächelnden Truppe nach 17 Spieltagen mit 123 Treffern auf Platz fünf der Top-Torjägerinnen der Regionalliga.

„Ich denke schon, dass ich auch hier wieder oben mitmischen kann, schließlich spiele ich in der kommenden Saison in einer besseren Mannschaft und habe dazu einen hervorragenden Trainer, bei dem es mir hoffentlich gelingt, auch an meinen Defiziten zu arbeiten, und der mein taktisches Verständnis verbessert“, so die 23-Jährige, die bei sich noch Schwächen in der Kondition und der Zahl ihrer technischen Fehler ausmacht.

Aufwand kein Problem

Entscheidend für den Wechsel dieser Top-Spielerin zum TVA war die Hartnäckigkeit von Frauenwartin Siggi Grijsels, die Spiecker gemeinsam mit „Katsche“ kurzfristig einen Wechsel schmackhaft machte. Aber auch „Flummi“ Feldmann hatte gehörigen Anteil an dem Coup: „Ich freue mich schon sehr darauf, wieder mit ihr zusammen zu spielen“, so Spiecker. Und obwohl die Halbrechte nur einen Steinwurf entfernt von der Mettmanner Halle wohnt, betont sie: „Der Aufwand ist überhaupt kein Problem für mich.“

Rückblicke

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